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Émalleville gruppiert sich um sein Château aus dem 18. Jahrhundert. Der Ort lässt sich besonders über die Gartenanlage und die Baugeschichte des Schlosses und der Kirche Notre-Dame entdecken. Ergänzt wird dieser kulturhistorische Schwerpunkt durch den in Émalleville ausgewiesenen Fernwanderweg GR® 222 – Entre Eure et Iton. Wenn Sie den Park einplanen, ist sein saisonaler öffentlicher Zugang ein wichtiger Punkt für die Besuchsplanung.

Schlosspark zwischen Gartenkunst und Landschaftspark

Der Park umfasst 16 Hektar und verbindet im Norden einen französischen Garten mit einem englischen Landschaftspark im Süden und Westen. Entlang der Hauptachse des Anwesens prägen doppelte, halbmondförmig angeordnete Lindenreihen die Gestaltung. Lindenalleen, ein Becken und bemerkenswerte Bäume gehören ebenfalls zur Anlage. Die unterschiedlichen Gartenbereiche geben dem Park seinen charakteristischen Aufbau.

Zum Park gehört außerdem eine Sammlung von Baumarten, die mit dem Muséum d’histoire naturelle verbunden ist. Dazu zählen Purpur-Buchen, Atlas-Zedern, Libanon-Zedern, Sumpfzypressen und Sequoia Wellingtonia. Die Baumarten ergänzen die Lindenreihen und Alleen um weitere markante Gehölze. Wer sich für Gartenanlagen interessiert, findet hier also sowohl eine klar beschriebene Gestaltung als auch eine vielfältige Auswahl an Bäumen.

Öffentlich zugänglich ist der Park im Juli und August sowie zu den « Rendez-vous aux jardins » im Juni und den Journées du patrimoine im September. Richten Sie eine geplante Gartenbesichtigung nach diesen Zugangszeiten aus und prüfen Sie die Angaben vor dem Besuch direkt beim Park.

Château und frühere Baugeschichte

Das Château d’Émalleville wurde zwischen 1720 und 1725 von François Duvert auf den Ruinen einer mittelalterlichen Grundherrschaft wiederaufgebaut. Dem heutigen Château ging eine feudale Motte aus dem 11. oder 12. Jahrhundert voraus. So reicht die Geschichte des Ortes von einem mittelalterlichen Vorgänger bis zum Schlossbau des 18. Jahrhunderts. Gebäude und Gärten des Château sind in das Ergänzungsinventar der historischen Denkmäler eingetragen.

Auch die Innenräume des Château stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die nach Süden ausgerichteten Salons und Schlafzimmer sind mit Holzvertäfelungen und Trompe-l’œil-Dekor ausgestattet. Zusammen mit der Geschichte des Wiederaufbaus geben diese Details einen Einblick in die Architektur des Schlosses, ohne dass dafür verschiedene historische Bauphasen gleichgesetzt werden müssen.

Kirche Notre-Dame und Wanderweg

Die Baugeschichte der Kirche Notre-Dame umfasst mehrere Jahrhunderte. Das Langhaus stammt aus dem späten 11. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert verändert; der Chor stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1520 wurde die Kirche unter dem Patrozinium Notre-Dame geweiht. Die Weihe bildet neben den unterschiedlichen Bauphasen einen eigenen Bezugspunkt in der Geschichte des Gebäudes.

Auch die spätere Geschichte der Kirche ist eng mit ihrer Nutzung verbunden: Im 19. Jahrhundert wurde sie verkauft und landwirtschaftlich genutzt. 1856 kaufte die Gemeinde sie zurück und sicherte das Gebäude anschließend schrittweise. Damit bietet Notre-Dame neben den Angaben zu Bauzeit und Architektur auch eine vielschichtige Ortsgeschichte.

Wenn Sie neben Garten- und Baugeschichte auch Wandern in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, ist der Fernwanderweg GR® 222 – Entre Eure et Iton eine weitere Option: Er ist in Émalleville als Wanderroute ausgewiesen. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl, vom Schlosspark über die historischen Gebäude bis zu einer benannten Fernwanderroute.

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