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Fleury Sur Andelle verbindet Flusslandschaft und Ortsgeschichte. Die Andelle, eine Wanderroute über zwölf Kilometer, der Wochenmarkt und Spuren früherer Mühlen- und Textilproduktion bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Hinzu kommen die Kirche Notre-Dame de la Vallée und der Menhir Pierre Saint-Martin mit seiner örtlichen Überlieferung. So können Sie bei der Planung Schwerpunkte setzen: auf Spaziergänge am Wasser, eine längere Wanderung oder die Kulturgeschichte des Ortes.

Spazieren und wandern an der Andelle

Die Andelle durchquert einen großen Teil von Fleury Sur Andelle. Entlang des Flusses können Sie in ruhiger Umgebung spazieren gehen. Eine Wanderroute beginnt am Chemin de la Ferme des Vaux; sie ist zwölf Kilometer lang und führt rund um Fleury Sur Andelle, Vandrimare und Charleval. Spaziergang und Wanderung setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Spaziergang steht das Flussufer im Mittelpunkt, bei der Route sind Länge und räumlicher Verlauf benannt.

Markt, Kirche und örtliche Überlieferung

Auf dem Place de la Mairie findet jeden Dienstag der Gemeindemarkt statt, und zwar seit 1843. Besucher können dort lokale Produkte entdecken. Die Kirche Notre-Dame de la Vallée wurde 1844 erbaut. Ihr Glockenturm ist neugotischen Stils und schon aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Damit verbindet die Kirche ein genaues Baujahr mit einem weithin sichtbaren Merkmal.

Eine andere Art von Ortsgeschichte erzählt der Menhir Pierre Saint-Martin. Er steht auf Privatgelände östlich der Gemeinde am Rand des Bois Cornu. Einer lokalen Überlieferung zufolge legten Frischvermählte bis ins 19. Jahrhundert an ihrem Hochzeitstag Münzen in die Felsspalten des Menhirs, um sich künftiges Glück zu sichern. Diese Überlieferung bezieht sich auf eine historische Praxis, nicht auf einen heutigen Brauch. Die Lage auf Privatgelände gehört ebenfalls zur Einordnung des Menhirs.

Mühlen, Textilproduktion und Bahnhofsgeschichte

Mehrere historische Industriestandorte sind mit der Andelle und ihren Wasserläufen verbunden. Die Minoterie Moulin de Fleury steht an einem schiffbaren, von der Andelle abgezweigten Kanal, dem bras du Héron. Die Geschichte des Standorts reicht zu einer Getreidemühle zurück, die der Landwirt Charles Lamotte aus Charleval 1805 gründete.

Les Jumelles war eine viergeschossige Baumwollspinnerei, die über einem von der Andelle abgezweigten Kanal errichtet wurde. Zwei unterschlächtige Wasserräder wurden durch ein Gefälle von 1,30 Metern gespeist. Am Standort Saint-Victor wechselten die Nutzungen: Er diente nacheinander als Baumwollspinnerei, als Baumwollspinnerei und -weberei sowie als Kartonfabrik Ondulys. Zusammengenommen zeigen diese Beispiele verschiedene Seiten der örtlichen Industriegeschichte: Mühlen, die Nutzung von Wasserkraft sowie wechselnde Textil- und Kartonproduktion.

Auch der Bahnhof Gare de Fleury-sur-Andelle gehört zu dieser Geschichte. Er wurde 1866 von der Compagnie du chemin de fer de Pont-de-l'Arche à Gisors erbaut. Der Personenverkehr endete am 9. April 1956; heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt und ist keine Personenverkehrsstation mehr.

Praktische Orientierung

Die Stadtbibliothek von Fleury Sur Andelle befindet sich in der 9 rue Général Leclerc, 27380 Fleury-sur-Andelle. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungszeiten.

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