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Die Église Notre-Dame in La Bloutière verbindet unterschiedliche Zeitstufen: Das Kirchengebäude stammt aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, während der Triumphbogen aus einer noch früheren Zeit zu stammen scheint. Architektur, Altaraufbauten und Skulpturen bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, um die Bau- und Kunstgeschichte des Ortes einzuordnen.

Kirche, Altäre und Skulpturen

Am ehemaligen südlichen Altar ist das Retabel mit zwei gedrehten Säulen, einem Gebälk und einem Giebel gestaltet. Im Giebel befindet sich ein kreisförmiges Flachrelief mit der Taube des Heiligen Geistes. Die Abfolge von Säulen, Gebälk und Giebel macht die Gliederung des Retabels nachvollziehbar; zugleich verbindet sich darin die Architektur mit einem religiösen Bildmotiv.

Auch am Hochaltar kommen verschiedene Zeitstufen zusammen. Das Ensemble des Hochaltars mit dem Gemälde der Himmelfahrt stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Retabel stammt aus dem 17. Jahrhundert, das Gemälde aus dem 19. Jahrhundert. So stehen Ensemble, Altaraufbau und Bild nicht für eine einzige Entstehungszeit. Dieser zeitliche Vergleich lenkt den Blick auf die einzelnen Bestandteile, statt sie mit einem gemeinsamen Datum gleichzusetzen.

Eine Statue des heiligen Augustinus befindet sich an der Südseite des Langhauses. Sie stammt aus dem 17. oder 18. Jahrhundert und ist als geschütztes Objekt eingetragen. Eine polychrome Statue der Sainte Venisse aus dem 15. Jahrhundert befindet sich ebenfalls in La Bloutière. Die unterschiedlichen Datierungen geben einen eigenen Vergleichspunkt: Sainte Venisse gehört in eine frühere Zeit als die Statue des heiligen Augustinus. Ein Granitkalvarienberg aus dem 17. oder 19. Jahrhundert ergänzt die sakralen Kunstwerke um ein Objekt aus Stein.

Landschaft und frühere Nutzung

La Bloutière lässt sich auch über seine geografischen und landschaftlichen Merkmale einordnen. Die Sienne bildet die östliche Grenze des Ortes. Neben der Église Notre-Dame steht eine alte Trauer-Eibe und ergänzt die kirchlichen Kunstwerke um ein markantes Gehölz.

Die Fontaine Saint-Thomas liegt seit dem Sturm von 1999 vollständig unter Gestrüpp, nahe dem Bach am sogenannten Saint-Thomas-Weg. Da sich die Bedingungen ändern können, prüfen Sie die Situation vor einem Besuch. So lässt sich dieser Ort bei der Planung berücksichtigen, ohne seinen derzeit beschriebenen Zustand aus dem Blick zu verlieren.

Zur früheren Nutzung des Wassers gehören die Wassermühlen, die es in La Bloutière für Getreide, Öl, Gerberlohe und Papier gab. Diese verschiedenen Zwecke erweitern den Blick über die Sakralbauten hinaus auf handwerkliche und wirtschaftliche Tätigkeiten. Wer sich für Kulturgeschichte interessiert, findet so mehrere unterscheidbare Themen: Bauformen und Bildmotive in der Kirche, einzelne Skulpturen sowie die frühere Nutzung des Wassers.

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