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Alencon erschließt sich über unterschiedliche Themen: das in der Stadt praktizierte Kunsthandwerk des Point d’Alençon, die Geschichte der Familie Martin, erhaltene Bauteile des Château des Ducs und mehrere Radstrecken. Für die Reiseplanung können Sie zuerst entscheiden, ob Kultur- und Baugeschichte oder eine Route mit Start-, Verbindungs- oder Etappenbezug im Vordergrund stehen soll.

Nadelspitze und Martin-Erbe

Das Point d’Alençon ist eine seltene Technik zur Herstellung von Nadelspitze, die in Alençon in der Normandie im Nordwesten Frankreichs praktiziert wird. Das Kunsthandwerk wurde 2010 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

In der Basilique Notre-Dame heirateten Louis und Zélie Martin 1858. Am 4. Januar 1873 wurde dort ihr neuntes Kind getauft, die spätere Sainte Thérèse de l’Enfant Jésus. Die einstündige Besichtigung „Les Secrets de la Basilique“ widmet sich der Architektur, den Glasfenstern und der Geschichte der zahlreichen Kapellen. Da sich das Besichtigungsangebot ändern kann, prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Angaben.

Die Kapelle der Maison de la famille Martin öffnet sich zur ehelichen Kammer von Louis und Zélie Martin. Das Zimmer war zugleich Thérèses Geburtszimmer und der Sterbeort von Zélie Martin. Auch die Orgel der Basilique gehört zu den kulturgeschichtlichen Details: Ihr Gehäuse stammt aus dem 16. Jahrhundert, die Orgel ist restauriert. Einweihung und Segnung erfolgten im September 2016.

Schlossreste und Halle au Blé

Das Château des Ducs wurde im 14. Jahrhundert erweitert und dadurch zu einem der größten und bedeutendsten Schlösser der Normandie. Heute sind der Eingangspavillon mit seinen zinnenbewehrten Türmen, das Wohngebäude und der gekrönte Turm erhalten. Die drei Bauteile geben einen konkreten Eindruck davon, welche Teile des Schlosses bis heute bestehen.

Die Halle au Blé setzt einen anderen architektonischen Akzent: Das imposante Rundgebäude besitzt eine majestätische Glasdachkonstruktion und beherbergt heute Wechselausstellungen, Veranstaltungen oder Aufführungen. Da das Programm variieren kann, prüfen Sie für einen konkreten Termin die aktuellen Veranstaltungen.

Drei Radstrecken, drei Rollen

Die 250 Kilometer lange La Vélobuissonnière® verbindet Alençon mit Saumur im Val de Loire. Sie führt durch Naturräume, über ruhige Straßen und grüne Wege. Damit verbindet sie zwei benannte Zielorte und bietet zugleich unterschiedliche Streckenoberflächen.

Alençon ist außerdem eine wichtige Etappe der 450 Kilometer langen Véloscénie, die Paris mit dem Mont-Saint-Michel verbindet. Bei dieser Route steht der Etappenbezug der Stadt im Vordergrund. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckendetails.

Die 130 Kilometer lange Fahrradrunde „La petite reine“ beginnt in Alençon und führt über kleine Straßen und einen grünen Weg von den Alpes Mancelles bis zum Staatswald von Perseigne. Die Streckenrollen unterscheiden sich: eine Runde mit Start in Alençon, eine Verbindung zwischen Alençon und Saumur oder Alençons Rolle als Etappe auf der Verbindung von Paris zum Mont-Saint-Michel. So können Sie die Routenwahl an der gewünschten Art der Tour ausrichten. Prüfen Sie vor der Fahrt auch die Streckenbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Canapville, Ceton, Marcei, Le Mêle-Sur-Sarthe, Le Theil, Moulins-La-Marche, Belfonds, Carrouges.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Orne.

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