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In Boucé lassen sich Kulturgeschichte und Auenlandschaft als zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Die Motte féodale, die Metallfabrik Grosse Forge und die Statue des heiligen Petrus führen zu befestigter Architektur, historischer Metallverarbeitung und sakraler Holzkunst. Ein markierter Lehrpfad richtet den Blick auf Auenwiesen, Flussdynamik und seltene Wasserpflanzen. Das thematische Spektrum reicht damit von einem Bauwerk und einem Kultobjekt bis zu Lebensräumen und Landschaftsprozessen.

Kulturerbe: Motte und Statue

Die Motte féodale in Cordey, Boucé, ist ein befestigtes Bauwerk. Sie stammt aus dem 10. oder 12. Jahrhundert und hat am Fuß einen Umfang von 180 Metern. Seit dem 10. Juni 1975 ist sie als historisches Denkmal geschützt. Entstehungszeit, bauliche Dimension und Schutzdatum markieren unterschiedliche Aspekte ihrer Geschichte: Der Umfang bezieht sich auf den Fuß der Anlage, während das Datum 1975 den Denkmalschutz benennt.

Eine andere Form des Kulturerbes ist die Statue des heiligen Petrus. Die 200 Zentimeter hohe Skulptur ist aus Holz geschnitzt und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Am 17. Juni 1981 wurde sie als geschütztes bewegliches Kulturgut eingetragen. Sie war im Pfarrhaus der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul in Boucé aufgestellt. Im Vergleich zur Motte ist sie kein Bauwerk, sondern ein einzelnes religiöses Kunstobjekt; ihre Entstehungszeit und das spätere Eintragungsdatum markieren zwei verschiedene Zeitpunkte.

Chronologisch betrachtet, gehören die Motte aus dem 10. oder 12. Jahrhundert und die Statue aus dem 19. Jahrhundert in verschiedene Entstehungsphasen; 1975 und 1981 bezeichnen dagegen Schutzdaten. Bei der Grosse Forge markieren 1641 den belegten Bestand der industriellen Teile und 1865 das Betriebsende.

Industriegeschichte der Grosse Forge

Die Grosse Forge ergänzt diese Kulturthemen um die Geschichte der Metallverarbeitung. Die Metallfabrik umfasste einen Hochofen, eine Affinerie und ein Walzwerk, die für 1641 belegt sind; 1865 stellte sie ihren Betrieb ein. Auf dem Gelände sind außerdem zwei restaurierte Arbeiterhäuser erhalten. Damit stehen industrielle Bestandteile und erhaltene Wohnhäuser für unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Fabrikgeländes.

Natura-2000-Gebiet FR2500099

Das Natura-2000-Gebiet FR2500099 umfasst Boucé. Feuchte naturnahe und mesophile Wiesen machen 80 Prozent der Fläche aus; Binnengewässer haben einen Anteil von 10 Prozent. Auf Sümpfe, Niedermoore und Torfmoore entfallen zusammen 4 Prozent. Die Anteile zeigen einen deutlichen Schwerpunkt auf Wiesen, ergänzt durch Gewässer- und Moorlebensräume.

Lehrpfad rund um Boucé

Der markierte Lehrpfad rund um Boucé ist 2,6 Kilometer lang und vermittelt die Bedeutung der Auenwiesen. Außerdem erfahren Sie dort Wissenswertes über Libellen, Europäische Sumpfschildkröten und seltene Wasserpflanzen. Eine Orientierungstafel auf einem ehemaligen Festplatz erläutert die Flussdynamik der Orne sowie die Nutzung der Wiesen zur Futterproduktion im 18. Jahrhundert. So kommen Naturthemen und ein historischer Blick auf die Wiesennutzung zusammen. Prüfen Sie vor der Abreise die örtliche Beschilderung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Orne.

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