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Wassergräben mit drei Brücken, erhaltene Lindenalleen und Terrassen mit Balustraden prägen das geschützte Gelände des Château de Médavy. Architektur und gestaltete Außenbereiche gehören hier zusammen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen und saisonalen Führungstermine: Der Zugang zum Gelände kann variieren, und Führungen finden saisonal statt.

Schlossgeschichte und Bauphasen

Das Château de Médavy ist ein klassizistisches Herrenhaus des 18. Jahrhunderts, dessen Architektur von Mansart inspiriert ist und das auf den Fundamenten einer älteren Festung errichtet wurde. Das Hauptgebäude des Château wurde zwischen 1704 und 1725 von Jacques-Léonor Rouxel de Médavy errichtet. Die Baugeschichte des Ortes reicht damit weiter zurück als die Entstehungszeit des heutigen Hauptgebäudes.

Auch der Denkmalschutz umfasst unterschiedliche Teile der Anlage und mehrere Zeitpunkte: Die Fassaden und Dächer sowie die Tour Saint-Pierre, die Tour Saint-Jean-Baptiste und die Kapelle sind seit 1989 klassifiziert. Der übrige Teil des Schlosses ist seit 1926 eingetragen. Diese Unterscheidung hilft, den Schutzstatus nicht allein auf das Hauptgebäude zu beziehen.

Eine saisonale Führung vermittelt die Geschichte des Anwesens anhand seiner Gebäude, Architektur und Gärten. Sie reicht bis zu den mittelalterlichen Ursprüngen zurück und führt durch die Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert. So erschließt sich die Entwicklung des Château nicht nur über einzelne Bauteile, sondern auch über den zeitlichen Zusammenhang seiner Baugeschichte.

Zur Bootssammlung gehören 44 Modelle, darunter die Titanic, die Charles de Gaulle, die Santa Maria von Christoph Kolumbus, die Belem, die Pen Duick und die Hermione. In der Tour Saint-Pierre wird außerdem zeitgenössische Kunst von lebenden, international renommierten Künstlern präsentiert, darunter Hubert Le Gall, Jean-Michel Othoniel und Johanna Vasconcelos. Für die Besuchersaison 2026 waren insgesamt 83 Stufen zu bewältigen, um alle Räume der Tour Saint-Pierre zu erreichen. Wenn Sie eine spätere Saison planen, prüfen Sie bitte die dann geltenden Zugangsinformationen.

Das Prieuré Notre-Dame-du-Repos

Eine weitere historische Spur in Médavy ist die Prioratskirche des Prieuré Notre-Dame-du-Repos. Sie stammt aus dem 12. bis 15. Jahrhundert und diente den Prämonstratenser-Chorherren der Abtei Silly-en-Gouffern als Rastort. An den Chorwänden sind Spuren von Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Damit unterscheidet sich die Geschichte des Priorats von der des Château: Hier stehen die frühere Funktion der Kirche und die erhaltenen Malereispuren im Vordergrund.

Die Prioratskirche ist als historisches Denkmal klassifiziert. Eingetragen sind außerdem der Friedhof mit seiner Einfriedung und seinem Kreuz, die Fassaden und Dächer der ehemaligen Krankenstation aus dem 17. Jahrhundert sowie die Fassaden und Dächer der Scheune aus dem 18. Jahrhundert samt angrenzender Presse. Zusammen zeigen diese Schutzbestandteile, dass zum Priorat mehr gehört als die Kirche allein.

Kulturerbe mit dem Rad entdecken

Als andere Form der Kulturerbe-Entdeckung führt die 33 Kilometer lange Radrundstrecke „A vélo – Les châteaux“ von Médavy über Mortrée nach Saint-Christophe-le-Jajolet. Sie dient dazu, das Kulturerbe des Départements Orne zu entdecken. Damit bietet sich neben den Geschichten von Schloss und Priorat eine Route an, die mehrere Orte verbindet, ohne dass dafür eine bestimmte Aufenthaltsdauer vorausgesetzt wird. Prüfen Sie vor der Abfahrt, ob die Route verfügbar ist. Für die Wahl des Schwerpunkts gilt: Château und Priorat stehen für Bau- und Kunstgeschichte, die Radrundstrecke für eine Entdeckung des Kulturerbes über mehrere Orte hinweg.

Weitere Reiseziele entdecken: Omméel, Lignou, Carrouges, La Chapelle-Montligeon, Marchemaisons, Tinchebray-Bocage, Macé, Mahéru.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Orne.

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