Der Rundweg Circuit N°15: Dans le bois de Grosfy führt durch die Weiler und Wälder von Hugleville-en-Caux und Butot. Weitere Themen bilden die Baugeschichte des Château d'Hugleville, die Église paroissiale Notre-Dame und der Schlosspark. Für einen Aufenthalt lässt sich der Schwerpunkt daher auf Landschaft oder auf Kultur- und Ortsgeschichte legen. Die Themen reichen von einem erhaltenen mittelalterlichen Bauteil bis zu botanischen Merkmalen und Spuren aus dem Krieg.
Château d'Hugleville und Park
Das Château d'Hugleville ist ein Anwesen aus dem 19. Jahrhundert. Nach einem Brand im 19. Jahrhundert wurde das heutige Château in den 1890er-Jahren wiederaufgebaut. Die Wiederaufbauphase der 1890er-Jahre konkretisiert die allgemeinere Einordnung des Anwesens ins 19. Jahrhundert. Der Park ergänzt die Baugeschichte um einen botanischen Schwerpunkt: Er umfasst eine Hortensiensammlung und zahlreiche seltene Pflanzenarten; außerdem stehen dort 350 Jahre alte Blutbuchen. Für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt sind damit zwei unterschiedliche Aspekte zu beachten: die Geschichte des Schlosses und die botanischen Merkmale des Parks.
Kirche: erhaltene und verlorene Bauphasen
Von der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Église paroissiale Notre-Dame ist nur der Glockenturm erhalten. Die vollständige Erneuerung der Kirche aus dem 16. Jahrhundert war durch eine Inschrift von 1518 belegt; beim Wiederaufbau im Jahr 1754 ging diese Erneuerung vollständig verloren. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Schritte: 1518 ist der Beleg für die Erneuerung, 1754 der Wiederaufbau, bei dem sie verschwand.
Skulpturengruppe und Kriegsspuren
Die Skulpturengruppe „Saint Nicolas“ besteht aus behauenem und polychrom bemaltem Stein. Polychrom bedeutet mehrfarbig gestaltet; damit sind sowohl Material als auch Farbgebung als Merkmale der Gruppe benannt. Im Vergleich zur Kirche und zum Château bietet sie einen Blick auf die bildhauerische Ausführung statt auf Bauphasen.
Am Château d'Hugleville sind Spuren deutscher Kräfte aus dem Krieg von 1939 bis 1945 erhalten. Dazu gehören Reste deutscher Farbe und eine V2-Abschussrampe. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrer Form: Farbreste und eine Abschussrampe stehen für unterschiedliche materielle Spuren. Zusammen ergänzen sie die Geschichte des Anwesens um einen eigenen Blick auf die Kriegsjahre 1939 bis 1945.
Rundweg durch Weiler und Wälder
Wer Landschaft zum Schwerpunkt machen möchte, findet mit dem Rundweg Circuit N°15: Dans le bois de Grosfy eine klar benannte Option. Sein Name verweist auf den Wald, doch der Weg führt durch die Weiler und Wälder von Hugleville-en-Caux und Butot. Auf halber Strecke steht neben einem Teich an der Rue des mares in Hugleville-en-Caux ein Picknicktisch für eine Rast. Für die Tagesplanung ist dieser Tisch ein konkreter Zwischenpunkt: Sie können die Pause in der Mitte des Rundwegs berücksichtigen, statt sie nur als Ziel am Ende vorzusehen.
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