Ein Wanderweg beginnt in Riville an der Église Saint-Pierre und führt durch die normannische Landschaft; zugleich liegt der Ort an der Véloroute du Lin. Herrenhäuser, Höfe und kirchliche Kunst ergänzen diese beiden unterschiedlichen Perspektiven auf Riville. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Riville suchen, können Sie überlegen, ob Radfahren, Wandern oder Baugeschichte den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden soll.
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Wanderweg „Le Bosc aux Moines“ führt durch die normannische Landschaft und zeigt lokale Architektur in mehreren Formen: Clos-masures, Kirchen, Schlösser und Herrenhäuser. Sein Start an der Église Saint-Pierre gibt der Wanderung einen klar benennbaren Ausgangspunkt. Die Véloroute du Lin bietet einen anderen Bezug zum Ort: Riville liegt an dieser Radroute. Für die Reiseplanung lassen sich damit zwei verschiedene Schwerpunkte unterscheiden – Radfahren oder eine Wanderung mit Blick auf Landschaft und Architektur.
Diese Auswahl beantwortet eine praktische Frage schon bei der Planung: Möchten Sie den Radbezug der Véloroute zum Ausgangspunkt machen oder eine Wanderung beginnen, die an der Kirche startet? Die örtliche Architektur gibt der Wanderung zudem ein konkretes Thema. Zu ihren Beispielen zählen nicht nur Kirchen, sondern auch Clos-masures, Schlösser und Herrenhäuser.
Herrenhäuser, Höfe und Baugeschichte
Das Manoir du Vivier wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Stein, Ziegeln und Feuerstein erbaut. An dem Gebäude lässt sich auch ein Einfluss der italienischen Renaissance erkennen: Dafür stehen die verwendeten blauen oder blonden Feuersteinmosaike. Der Materialmix und die Mosaike geben dem Herrenhaus zwei verschiedene architektonische Merkmale, auf die sich beim Einordnen des Bauwerks achten lässt.
Das Château de Caumont stammt aus dem Jahr 1728 und wurde aus Ziegeln und Feuerstein errichtet. Gegenüber seinem Eingang liegen die Überreste eines Oratoriums, das den Jägern des Dorfes als Gebetsstätte diente. Der Ort verbindet damit einen konkreten Baubezug – Ziegel und Feuerstein – mit der früheren religiösen Nutzung des Oratoriums. Auch die Ferme du Bosc-aux-Moines gehört zu Rivilles Baugeschichte: Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ersetzte ein früheres Herrenhaus. Dieses diente den Geistlichen der Abtei Fécamp ab 1412 als Ruheort.
Ein anderes Detail bietet der Taubenschlag der Ferme du Petit Riville. Er wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ruht auf einem Sockel aus weißem Stein. Der untere Teil ist mit Rauten aus schwarzen Ziegeln verziert. So unterscheidet sich seine Gestaltung deutlich von den Feuersteinmosaiken am Manoir du Vivier und der Kombination aus Ziegel und Feuerstein am Château de Caumont: Beim Taubenschlag bilden Sockel und geometrisches Ziegelmuster die prägenden Merkmale.
Kirche und Kunst in Riville
Die Église Saint-Pierre ist besonders für ihre Statue des Heiligen Expédit bekannt. In der Kirche befindet sich außerdem ein monumentales Gemälde mit dem Wappen von Jean-Louis Ficquet de Normanville. Statue und Gemälde sind zwei unterschiedliche künstlerische Anhaltspunkte: Das eine ist eine Heiligenfigur, das andere ein Wappenmotiv in monumentalem Format. Zusammen mit dem Startpunkt des Wanderwegs erhält die Kirche so auch für die Planung eines Aufenthalts eine besondere Rolle.
Die historischen Bezüge in Riville reichen von der Nutzung eines Herrenhauses als Ruheort für Geistliche bis zu Bauwerken aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Bei den Bauformen treffen Stein, Ziegel und Feuerstein auf Mosaike und geometrischen Ziegelschmuck. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet damit konkrete Unterschiede zwischen den einzelnen Gebäuden – und kann den kulturellen Schwerpunkt der Reise neben dem Rad- oder Wanderbezug setzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Moulineaux, Criquetot-Sur-Ouville, Quiévrecourt, Gommerville, Le Thil-Riberpré, Les Trois-Pierres, Tôtes, Tourville-Sur-Arques.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Maritime.