Der Mont Juillet verbindet ein Panorama am höchsten Punkt von Les Touches mit markanten historischen Spuren. Der Rundweg La Chauminette führt dorthin und durch Hohlwege, bewaldete Alleen sowie an einem Teich vorbei. Wer Natur- und Kulturthemen für einen Aufenthalt abwägt, kann Les Touches anhand konkreter Anknüpfungspunkte einordnen: Dazu gehören die Landschaftsroute, historische Bauwerke und eine Pilgertradition, die mit der Kirche Saint Mélaine verbunden ist.
Mont Juillet und La Chauminette
Die Wegführung des Rundwegs vereint mehrere benannte Landschaftselemente mit dem Mont Juillet: La Chauminette verläuft durch Hohlwege und bewaldete Alleen, passiert einen Teich und führt zum höchsten Punkt von Les Touches. So verbindet die Route unterschiedliche Landschaftseindrücke mit einem klar benannten Ziel. Am Mont Juillet gibt es eine Orientierungstafel, einen Spielplatz, einen Picknickbereich und Toiletten. Ein weiterer markanter Bezugspunkt ist der Kalvarienberg: Er wurde 1926 errichtet und 2004 renoviert.
Historische Spuren in Les Touches
Am Mont Juillet wurden Feuersteine aus dem Neolithikum gefunden. Im Mittelalter wurde dort eine Mühle errichtet; anschließend waren bis zum Zweiten Weltkrieg vier weitere Mühlen in Betrieb. Damit reicht die Geschichte dieses Ortes von neolithischen Funden über mittelalterliche Mühlennutzung bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Einen anderen Maßstab haben die mit Les Touches verbundenen historischen Kohlegruben: Sie erstreckten sich über 2.100 bis 2.200 Hektar und überschritten die Gemeindegrenzen. Ihre Ausdehnung verortet dieses Thema nicht allein innerhalb eines einzelnen Ortsbereichs.
Auch Maison Rouge ist mit der Geschichte des Maquis verbunden. Am 16. Oktober 1943 war Maison Rouge Schauplatz des ersten von London anerkannten Maquis. Am 16. Juni 1944 wurde der Maquis der Maison Rouge in den Wald von Saffré verlegt. Die beiden Daten beschreiben eine zeitliche Folge vom Geschehen an der Maison Rouge bis zur späteren Verlegung nach Saffré.
Kirche, Bauwerke und Traditionen
Die Kirche Saint Mélaine verbindet architektonische Merkmale mit einem Bezug zur Pilgergeschichte. Ihre von der Gotik inspirierte Architektur umfasst einen niedrig gewölbten Chor, schlanke Säulen und Rippenfenster. In der Kirche befindet sich außerdem eine polychrome Statue des heiligen Jakobus von Compostela aus dem 18. Jahrhundert. Sie erinnert daran, dass Les Touches eine Zwischenstation für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela war.
La Vieille Cure gilt als das älteste Bauwerk von Les Touches; ihre Fundamente stammen aus dem 14. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert diente sie der Familie Condé als Jagdschloss. Das Manoir du Bois-Souchard zählt ebenfalls zu den ältesten Bauwerken von Les Touches, doch von seinem ursprünglichen Bau ist nur der zylindrische Turm erhalten. Bei La Vieille Cure prägen frühe Fundamente und die frühere Funktion als Jagdschloss die Geschichte des Gebäudes; beim Manoir ist es der erhaltene Turm, der als Teil des ursprünglichen Baus benannt ist.
Zur historischen Festtradition gehört die Saint-Jacques-Messe: Sie wurde 1668 für Les Touches genehmigt und fand am 1. Mai statt. Neben ihr wurde auch die historische Saint-Mélayne-Messe abgehalten. Auch der Weinbau gehört zur Ortsgeschichte. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Les Touches noch rund 500 Hektar Weinberge, auf denen Muscadet und Gros Plant angebaut wurden.
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