Ein Teil der Chapelle Saint Joseph du Chêne ist in der Krone einer Stieleiche errichtet. Bei der Kapelle steht eine bemerkenswerte Eiche; ihr Alter wird auf 2.000 Jahre geschätzt. Diese Verbindung von Baum und Bauwerk ist ein markantes Motiv für die Ortsentdeckung in Villedieu-la-Blouère.
Chapelle Saint Joseph du Chêne
Die größere Kapelle wurde zwischen 1866 und 1869 mit Unterstützung der Einwohner von Villedieu-la-Blouère erbaut und am 30. August 1899 geweiht. Im Inneren können Sie eine Statue aus weißem Stein betrachten: Sie zeigt den heiligen Josef mit dem sanft schlafenden Jesuskind. So stehen an diesem Ort eine ungewöhnliche Bauform, eine klar datierte Entstehung und ein konkretes Bildmotiv nebeneinander. Wer sich für religiöse Kunst interessiert, findet damit neben der Architektur ein weiteres Detail, auf das sich der Blick richten kann.
Kirchen und lokale Geschichte
Die Église Saint Christophe de la Blouère wurde 1860 von dem aus Beaupréau stammenden Architekten Albert Tessier erbaut. Zu ihren neogotischen Elementen gehören Spitzbögen an den Öffnungen und Blattwerkverzierungen an den Säulchen. Die Kirche enthält außerdem zehn mittelalterliche Grabsteine, die als „Cénotaphes des Chevaliers de Malte“ bezeichnet werden. Zugang und Besichtigung sind ausschließlich auf Anfrage möglich; die Besichtigungen führt der Historiker Yves Naud durch.
Die Église Saint-Jean-Baptiste in Villedieu-la-Blouère hat eine eigene historische Spur: Am 29. August 1894 segnete Mgr Pessard ihren Grundstein. Er war Generalvikar und Prälat des Hauses Seiner Heiligkeit. Kreuze des Templerordens und des Malteserordens finden sich an zwei Schlusssteinen des Gewölbes und in Pflastermotiven.
Für einen Vergleich bieten die Kirchen unterschiedliche Anhaltspunkte: Bei der Église Saint Christophe stehen neogotische Formen und die bezeichneten Grabsteine im Blick; bei der Église Saint-Jean-Baptiste sind es die Grundsteinsegnung und die Kreuze an Gewölbe und Pflaster. Die Daten führen von der Erbauung der Saint Christophe im Jahr 1860 über die Bauzeit der Chapelle von 1866 bis 1869 bis zur Grundsteinsegnung von 1894.
Am Ortsrand von La Blouère liegt die Lourdes-Grotte. Nach dem Krieg spendete jede Familie aus La Blouère Arbeitszeit für ihren Bau, der den Schutz Mariens dauerhaft bewahren sollte. Damit fügt die Grotte der religiösen Ortsgeschichte eine gemeinschaftliche Perspektive hinzu.
Wandern und Natur beobachten
Die Route „Des chênes et des landes“ beginnt in Villedieu-la-Blouère, ist 10 Kilometer lang und gelb markiert. Auf der Wanderung lassen sich mehrere Gehölze in der Gemeinde entdecken. Mit der angegebenen Länge haben Sie einen konkreten Wert, den Sie gegen Ihren Zeitplan abwägen können.
Der Sentier de l'Étang des Lavandières setzt einen anderen Schwerpunkt: Beim Begehen des Weges können Sie Beobachtungen zur Biodiversität einreichen. Die beiden Wege unterscheiden sich damit in den Angaben, die Ihre Wahl leiten können: Bei „Des chênes et des landes“ sind Länge und Markierung genannt, beim Sentier steht das Beobachten und Einreichen im Mittelpunkt. Wenn Sie eine Aktivität auswählen, können Sie so entscheiden, ob Sie eine ausgewiesene Streckenlänge oder die Biodiversitätsbeobachtungen in den Vordergrund stellen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Thorigné-D'anjou, Saint-Aubin-De-Luigné, Challain-La-Potherie, Parçay-Les-Pins, Jallais, Beauvau, Les Rairies, Chavagnes.
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