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Ein Mammutbaum, ein kanalisiertes Bachstück und die Geschichte einer Glasfabrik geben Cuffies mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für die Ortswahl. Das Dorf liegt im Soissonnais in einem engen, schlucht- oder trichterförmigen Tal am rechten Ufer der Aisne. Es befindet sich 3 km nördlich von Soissons und 35 km südwestlich von Laon; Hügel von 80 bis 90 m Höhe umgeben es im Westen, Norden und Osten. Diese Lage beschreibt einen Ort, dessen Landschaft zwischen Fluss, Tal und ansteigendem Gelände gegliedert ist.

Tal, Baum und Wasserlauf

Ein markantes Landschaftsdetail ist der Mammutbaum von Cuffies: Er ist etwa 140 Jahre alt, 36 m hoch und hat einen Umfang von 5,70 m. Seine Geschichte reicht über den einzelnen Baum hinaus. Er war Teil eines großen Parks, den die Familie Deviolaine um das 1865 errichtete Château Saint Norbert anlegte. So treffen bei diesem Motiv die Maße eines einzelnen Baums auf die Geschichte einer gestalteten Parklandschaft; die Verbindung zum Château ordnet den Baum zugleich in die örtliche Geschichte ein.

Auch Wasserlauf und Baugeschichte lassen sich konkret unterscheiden. Ein Bach entspringt nahe der Ferme du Mont de Cuffies und durchquert die Gemeinde auf etwa 2 km, bevor er in die Aisne mündet. Sein oberer Abschnitt wurde 1848 durch einen 800 m langen Aquädukt kanalisiert. Die beiden Längen bezeichnen also Verschiedenes: etwa 2 km den Bachlauf durch die Gemeinde, 800 m den kanalisierten oberen Abschnitt. Zusammen erzählen sie von einem natürlichen Gewässer, dessen Verlauf teilweise baulich gefasst wurde.

Glasindustrie und Ortsgeschichte

In Vauxrot (Cuffies), nahe der Aisne, wurde die Glasfabrik um 1826–1827 angesiedelt. Sie stellte Champagnerflaschen, Fensterglas, farbiges Glas und Spiegelglas her. Im Ersten Weltkrieg verlief die Frontlinie durch die Glasfabrik und folgte der Aisne. So treffen Standort- und Kriegsgeschichte am selben Fluss aufeinander.

Eine andere Zeitschicht eröffnet die Ferme du Mont de Cuffies. Vor der Französischen Revolution gehörte sie der Abtei Saint Paul. 1918 wurde die Ferme vollständig zerstört; der Wiederaufbau begann 1920. Die Abfolge führt von den vorrevolutionären Besitzverhältnissen zum Wiederaufbaubeginn nach der Zerstörung.

Auch die frühere Nutzung der Maison Bleue zeigt lokale Produktion: Historisch lieferten ihre Weinberge Trauben für Wein, die Apfelbäume Äpfel für Cidre. Weinbau und Apfelkultur stehen damit als zwei eigenständige Elemente der früheren Produktion nebeneinander.

Aussicht und Verbindung nach Soissons

Die Route Les Monts de Soissons bietet mehrere Aussichtspunkte auf Cuffies, die Senken von Pasly und das Aisne-Tal. Ihre Blickziele reichen vom Dorf über die Senken bis zum Flusstal und setzen die Tallage von Cuffies in einen größeren Landschaftsrahmen. Als anderer Ortsbezug verbindet La Passerelle Cuffies und Soissons für Fußgänger: Die Brücke wurde 2000 errichtet und in Betrieb genommen. Wenn Sie sie für eine heutige Planung berücksichtigen, prüfen Sie vorab ihre aktuelle Nutzbarkeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Missy-Sur-Aisne, Fère-En-Tardenois, Vauxcéré, Montigny-Lengrain, Anguilcourt-Le-Sart, Martigny-Courpierre, Parpeville, Pierrepont.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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