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Wer in Vauxcéré Wandern und Baugeschichte verbinden möchte, findet zwei klare Anknüpfungspunkte: eine Variante der Route La Belle-Aumône und die Pfarrkirche Église paroissiale de la Nativité de la Vierge. Dazu kommen Häuser, die an Höhlen angelehnt sind. Damit prägen nicht allein Landschaft und Weg den Aufenthalt; auch das Dorf selbst und die Baugeschichte der Kirche geben ihm ein konkretes Thema.

Route, Dorf und Ausblicke

Eine Variante der Route La Belle-Aumône führt ins Dorf. Bei der Kirche verläuft die Route auf befestigtem Weg weiter. Für die Orientierung heißt das: Vauxcéré ist ein benannter Ort im Routenverlauf, und die Kirche ein konkreter Punkt darin. Die Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie daher vor dem Aufbruch.

Die Häuser in Vauxcéré sind an Höhlen angelehnt. Diese Beziehung zwischen Bebauung und Höhlen gibt dem Weg durch den Ort ein architektonisches Thema. Auf dem Abschnitt der Route durch Vauxcéré bietet sich außerdem ein Panorama über das Tal der Aisne und das Plateau des Chemin des Dames. Das Panorama verbindet zwei unterschiedliche Landschaftsformen in einem Blick; die Sichtbarkeit kann je nach Wetter variieren. Bei sehr klarer Sicht können Sie vom Aussichtspunkt der Route zusätzlich die Kathedralen von Soissons, Reims und Laon sehen. Dieser Fernblick ist ausdrücklich an klare Bedingungen gebunden und unterscheidet sich vom Panorama über Tal und Plateau.

Die Baugeschichte der Pfarrkirche

Die Église paroissiale de la Nativité de la Vierge steht in der Rue de l’Eglise. Sie wurde Ende des 12. oder im 13. Jahrhundert erbaut. Damit reicht ihre Baugeschichte bis ins Mittelalter zurück, während mehrere spätere Veränderungen weitere zeitliche Anhaltspunkte bieten.

Der Glockenturm wurde 1788 von dem Bauunternehmer Jean-Baptiste Mulette aus Fismes wiederaufgebaut. Im Spätsommer 1918 wurde die Kirche beim Rückzug der deutschen Truppen schwer beschädigt; von 1924 bis 1931 folgte die Restaurierung. Diese Abfolge unterscheidet den Wiederaufbau des Glockenturms von der späteren Kriegsbeschädigung und der Restaurierung.

Auch ältere Veränderungen gehören zum Bild: Vermutlich infolge von Schäden während des Hundertjährigen Krieges oder der Religionskriege verlor die Kirche ihre Seitenschiffe und den südlichen Querhausarm. Seit der Restaurierung ersetzt ein Glockenwandbau den früheren Vierungsturm, also den Turm über der Vierung, an der Langhaus und Querhaus zusammentreffen. So lässt sich die Geschichte nicht auf eine einzelne Bauphase reduzieren: Mittelalterlicher Ursprung, Wiederaufbau, Verluste und die spätere architektonische Lösung stehen nebeneinander.

Welcher Schwerpunkt passt zu Ihrer Reise?

Die Route bringt Landschaft und Dorfhäuser in den Blick; die Kirche bietet mehrere Bauphasen, die sich zeitlich einordnen lassen. Wenn Sie vor allem draußen unterwegs sein möchten, stehen der Wegabschnitt durch Vauxcéré und das Panorama im Mittelpunkt. Wenn Sie sich stärker für Architektur interessieren, lässt sich die Entwicklung der Pfarrkirche vom mittelalterlichen Bau bis zur Restaurierung verfolgen. Für die Planung sind zwei Bedingungen besonders relevant: Wegverhältnisse können sich ändern, und die Fernsicht auf die drei Kathedralen ist nur bei sehr klarer Sicht möglich.

Weitere Reiseziele entdecken: Viels-Maisons, Origny-En-Thiérache, Prémont, Wimy, Beaumont-En-Beine, Ugny-Le-Gay, Vendeuil, Serches.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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