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La Fere verbindet Kunst und Archäologie im Musée Jeanne d’Aboville mit militärischer Stadtgeschichte und einer Radroute entlang zweier Kanäle. Für Ihre Reiseplanung macht das die Wahl des Schwerpunkts konkret: Sie können Kulturgeschichte, Grünräume oder eine 43 Kilometer lange Radtour in den Vordergrund stellen. Wer ein Hotel in La Fere sucht, findet so einen klaren thematischen Anlass für den Aufenthalt.

Militärgeschichte und Quartier Drouot

La Fères Geschichte als befestigter Ort reicht bis zur Eroberung Galliens zurück: Die Römer richteten hier einen Militärposten ein, woraufhin der Ort befestigt wurde. Ein späteres Kapitel lässt sich im Quartier Drouot anhand genauer Bauphasen einordnen. Das alte Viertel wurde von 1720 bis 1732 errichtet; das neue Viertel entstand 1767, um die erste französische Artillerieschule aufzunehmen. Ludwig XV. hatte diese Schule bereits 1719 gegründet. Die Jahreszahlen unterscheiden somit die Gründung der Schule von der späteren Entstehung des neuen Viertels. Die Fassaden und Dächer des alten wie des neuen Viertels wurden durch Erlass vom 19. Januar 1994 unter Denkmalschutz gestellt.

Kunst, Archäologie und historische Bauwerke

Das Musée Jeanne d’Aboville vereint eine Kunstsammlung und eine Abteilung für lokale Archäologie. Die im 19. Jahrhundert zusammengetragene Kunstsammlung umfasst Werke aus flämischen, niederländischen, französischen und italienischen Schulen. Die archäologische Abteilung reicht zeitlich von der Vorgeschichte bis zur Merowingerzeit; hinzu kommt eine bedeutende gallorömische Sammlung mit einigen seltenen Stücken. So stehen unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit nebeneinander: Kunstwerke aus vier Schulen und archäologische Funde mit lokalem Bezug.

Auch die Kirche Saint-Montain und das Château de La Fère bieten eigene historische Anknüpfungspunkte. Die Kirche wurde durch Erlass vom 7. Januar 1921 als historisches Denkmal klassifiziert. Das Château wurde für Marie de Luxembourg erbaut und gehört seit 1596 zum Kronbesitz. Erhalten ist ein Flügel, der als Beispiel der Renaissancearchitektur aus Backstein und Naturstein in der Picardie gilt. Bei der Einordnung des Schlosses sind damit sowohl seine Geschichte als auch die Architektur des erhaltenen Flügels von Bedeutung.

Arboretum, Park und Radroute

Das Arboretum von La Fère präsentiert eine große Vielfalt an Bäumen. Dazu gehören Elsbeere, Erle, Catalpa, Sumpfeiche, Riesenmammutbaum und Japanischer Schnurbaum. Die Pflanzbestände können sich im Lauf der Zeit verändern. Der Zugang zum Parc de la Mairie führt durch das Portal des Musée Jeanne d’Aboville in der Rue du Général de Gaulle.

Für eine aktive Reiseplanung bietet sich die 43 Kilometer lange Radroute „L’écrivain qui a jeté l’ancre“ an. Sie verläuft zwischen Chiry-Ourscamp und La Fère, kann in beiden Richtungen befahren werden und führt auf der EuroVelo 3 am Canal de Saint-Quentin sowie am Canal latéral à l’Oise entlang. Länge, Endpunkte und Kanalverlauf geben konkrete Orientierung für die Routenwahl. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Routeninformation, da sich Streckendetails durch Änderungen an Infrastruktur oder Wegweisung verändern können.

Anreise und Wahl des Aufenthaltsmotivs

Der Bahnhof La Fère ist ein SNCF-Zugangspunkt und liegt zwei Kilometer von der Etappe Ribemont–Tergnier der La Scandibérique entfernt. Diese Distanz bezieht sich auf die Etappe und ist eine andere Planungsangabe als die Länge der Radroute „L’écrivain qui a jeté l’ancre“. Wenn Sie Bahn und Rad miteinander planen, können Sie beide Angaben entsprechend auseinanderhalten.

Der Bahnhof und seine angegebene Entfernung zur Etappe Ribemont–Tergnier sind ein zusätzlicher Orientierungspunkt für die Reiseplanung.

Weitere Reiseziele entdecken: Crécy-Sur-Serre, Craonnelle, Viel-Arcy, Saint-Christophe-à-Berry, Laon, Guise, Festieux, Épieds

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aisne.

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