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Die Ortsgeschichte von Moulins reicht von der frühen Überlieferung als Dorf bis zu den Kämpfen des Ersten Weltkriegs und dem Wiederaufbau danach. Dazwischen stehen unterschiedliche historische Themen: Mühlenarbeit, Weinbau und die Genehmigung von Befestigungsmauern unter Ludwig VII. Eine naturkundliche Facette bilden die Creuttes de Moulins und ihre Fledermauskolonie. So lässt sich Moulins sowohl über seine Wirtschafts- als auch über seine Kriegs- und Naturgeschichte einordnen.

Frühe Überlieferung und Mühlenarbeit

Seit dem 10. Jahrhundert ist Moulins als Dorf belegt; seit 1136 ist der Ort unter den Bezeichnungen Villa Molini und Molendinis überliefert. Die Dorfbezeugung und die beiden 1136 überlieferten Ortsnamen sind daher getrennte historische Eckpunkte. Die Ortsgeschichte reicht damit weit vor die Kriegs- und Wiederaufbaugeschichte des 20. Jahrhunderts zurück.

Mühlen und Weinbau

Zwei Mühlen stehen für unterschiedliche frühere Arbeiten: Moulin Caillet diente historisch dem Zuschneiden von Holz, Moulin Budet dem Mahlen von Chicorée. Die verschiedenen Funktionen geben den beiden Mühlen einen jeweils eigenen Platz in der Geschichte des Ortes.

Auch der Weinbau trug teilweise zum Wohlstand Moulins bei. Einst gab es mehrere Vendangeoirs, also Weinlesehäuser; heute sind keine Spuren davon erhalten. Die Weinlesehäuser ergänzen die Mühlennutzungen um einen weiteren Aspekt der historischen Wirtschaft des Ortes.

Befestigung, Krieg und Wiederaufbau

Auch die mittelalterliche Geschichte umfasst einen Bezug zu Befestigungen: Ludwig VII. (1120–1180) genehmigte den Bau von Befestigungsmauern in Moulins. Mehrere Jahrhunderte später, am 15. April 1917, überquerte ein Regiment die Brücken über die Aisne, um den Bereich Moulins–Paissy–Cuissy et Geny zu besetzen. Am 16. April nahm es im Rahmen der großen Nivelle-Offensive den Abschnitt von Ailles ein. Die beiden Tage bilden eine Abfolge innerhalb des militärischen Geschehens: Auf die Überquerung und Besetzung des genannten Bereichs folgte die Einnahme des Abschnitts von Ailles.

Nach dem Ende der Kämpfe im Ersten Weltkrieg war Moulins vollständig zerstört; der Wiederaufbau erstreckte sich von 1920 bis 1930. Damit gehören die Ereignisse von 1917 und die anschließende Wiederaufbauphase zu zwei getrennten Abschnitten der Ortsgeschichte.

Creuttes de Moulins und Fledermäuse

Die Creuttes de Moulins sind ein Rückzugsort für zahlreiche Fledermausarten. Dort überwintert und vermehrt sich eine der größten Kolonien der Großen Hufeisennase. Der Zugang zum RNR – Les Creuttes de Moulins ist nicht gestattet; prüfen Sie die Zugangsregelung vor Ihrer Reise.

Wenn Sie die Geschichte Moulins zeitlich einordnen möchten, stehen die frühe Dorfüberlieferung und die Namen von 1136 den Ereignissen des Ersten Weltkriegs und dem Wiederaufbau gegenüber. Mühlen und Weinbau ergänzen diese zeitlichen Eckpunkte um die historische Wirtschaft des Ortes.

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