Zum Inhalt

Ailly-sur-Somme erschließt sich über drei unterschiedliche Themen: Wege im Somme-Tal, Kanu-Kajak-Routen und die Bau- und Industriegeschichte des Ortes. Für Ihre Reiseplanung stehen damit sowohl Aktivitäten als auch konkrete historische Orte im Mittelpunkt. Die Kanustrecke nach Picquigny lässt sich über eine ungefähre Dauer einordnen; bei der Boucle d’Ailly-sur-Somme ist eine kurze Tragepassage wichtig. Radweg, Fernwanderroute und Ortsgeschichte setzen andere Schwerpunkte und geben Ihnen mehrere Möglichkeiten, den Aufenthalt auszurichten.

Radfahren, Rasten und Fernwege

Das renovierte Schleusenhaus dient als Rastplatz an der Véloroute Vallée de Somme. Nach seiner Renovierung im Jahr 2011 wurde es zu einer Empfangsstelle der Maison du Tourisme Nièvre & Somme. Am Treidelpfad bei der Maison de la Vallée d’Ailly-sur-Somme ist CyclensOmme tätig und bietet Fahrradverleih sowie Fahrradreparaturen an. Rastplatz und Fahrradservice sind unterschiedliche praktische Bezugspunkte: Das Schleusenhaus gehört zur Véloroute, CyclensOmme ist bei der Maison de la Vallée verortet.

Der GR 800 verläuft größtenteils auf dem Treidelpfad und verbindet Aussichtspunkte mit Schleusenhäusern im Somme-Tal. Als Fernwanderweg folgt er der Somme von ihrer Quelle in Fonsomme im Département Aisne bis zum Meer in der Bucht von Somme. Damit reicht sein Maßstab weit über einzelne örtliche Stopps hinaus. Für die Planung lohnt es sich, den Rastplatz an der Véloroute und den weitreichenden Verlauf des GR 800 als unterschiedliche Aspekte der Region zu betrachten.

Kanu-Kajak und die Wahl der Strecke

Die Kanustrecke von Ailly-sur-Somme nach Picquigny ist etwa 5,6 Kilometer lang und dauert ungefähr eine Stunde und 30 Minuten. Diese Näherungswerte helfen dabei, für die Paddeltour ein Zeitfenster einzuplanen. Die Boucle d’Ailly-sur-Somme ist eine Kanu-Kajak-Schleife mit einem anderen konkreten Planungshinweis: Das Boot wird einige Meter getragen; der Wiedereinstieg erfolgt flussabwärts des Wehrs am rechten Ufer der Vieille Somme. So unterscheiden sich die Planungspunkte: Bei der Strecke nach Picquigny geben ungefähre Dauer und Länge Orientierung, bei der Schleife ist das Umtragen der entscheidende Ablaufhinweis.

Kirche, Industrie und Kanalgeschichte

Die dem heiligen Martin geweihte Kirche wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut, nachdem die frühere Kirche bei den Kämpfen von 1940 zerstört worden war. Ihr 20,50 Meter hoher Glockenturm hat das Profil eines Schiffssegels. An der Kirche lässt sich so sowohl die Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau als auch ein konkretes architektonisches Detail betrachten.

Die ehemalige Fabrik Carmichael Frères et Cie in der Rue de l’Usine ist ein erfasstes Zeugnis des industriellen Erbes. Sie war zunächst eine Leinenfabrik, wurde schrittweise in eine Jutespinnerei und -weberei umgewandelt und stellte 1983 den Betrieb ein. Der Wandel vom Leinen zur Jute und das Ende der Produktion geben der Industriegeschichte des Ortes einen konkreten zeitlichen Verlauf.

Auch die Wasserbaugeschichte ist datiert: Die Arbeiten an Schleuse Nr. 19 des Somme-Kanals in Ailly-sur-Somme wurden zwischen 1825 und 1827 durchgeführt. Zusammen mit dem Schleusenhaus und den Wegen im Somme-Tal ergänzt dieser historische Bezug die Kirche und die ehemalige Fabrik um ein weiteres Thema der Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Roisel, Saint-Blimont, Nesle, Le Crotoy, Feuquières-En-Vimeu, Crécy-En-Ponthieu, Fressenneville, Bernay-en-Ponthieu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Somme.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.