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Amiens bietet unterschiedliche kulturelle und landschaftliche Schwerpunkte: Notre-Dame d’Amiens steht für gotische Baukunst, die Maison à la Tour für Jules Vernes Lebensstation, das Musée de Picardie für vielfältige Sammlungen und die Hortillonnages für eine Wasser- und Gartenlandschaft. Für Ihren Aufenthalt können Sie so entscheiden, ob Architektur, Literatur und Kunst oder der Landschaftsbesuch im Mittelpunkt stehen soll.

Notre-Dame d’Amiens und gotische Baukunst

Notre-Dame d’Amiens ist eine der größten Kirchen Frankreichs und eines der am vollständigsten ausgeführten Werke der gotischen Baukunst des 13. Jahrhunderts. Die Kathedrale kann frei besichtigt werden. Zu entdecken sind markante bronzene Liegefiguren, ein Labyrinth und das Holzgestühl aus dem 16. Jahrhundert. Diese Details ergänzen den Blick auf das große Bauwerk um verschiedene konkrete Merkmale seiner Ausstattung.

Ein 800 Jahre alter Rundgang führt vom Südturm über die westliche Rosette bis zum höchsten Punkt des Nordturms. Damit bietet die Kathedrale neben der freien Besichtigung einen Rundgang mit klar benannten Stationen. Wenn Sie ihn einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchs- und Buchungsbedingungen.

Jules Verne in Amiens

In der Maison à la Tour lebte Jules Verne von 1882 bis 1900 als Mieter. Das Haus ist heute für die Öffentlichkeit geöffnet und präsentiert mehr als 700 Kulturobjekte und Kulturdokumente über Jules Verne. Die lange Wohnzeit und die Sammlung geben dem Besuch einen konkreten Bezug zum Schriftsteller, ohne dass sich das Interesse auf eine einzelne Lebensstation beschränken muss.

Auch in der Maison de Jules Verne sind Besichtigungen und ein ganzjähriges Veranstaltungsprogramm möglich. Wenn Sie einen bestimmten Termin im Blick haben, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Programm, denn Zeitpläne können sich ändern. So lässt sich der Besuch rund um Jules Verne entweder über die Sammlung und die Wohnbiografie oder über das jeweilige Veranstaltungsangebot planen.

Musée de Picardie: Sammlungen und Architektur

Das Musée de Picardie trägt seit dem 5. Januar 2002 die offizielle Bezeichnung „Musée de France“. Zu den Hauptthemen seiner Sammlungen gehören Archäologie, bildende Kunst, moderne und zeitgenössische Kunst sowie islamische Kunst. Das Spektrum reicht damit von archäologischen Themen bis zu unterschiedlichen Kunstbereichen und bietet mehrere Ansatzpunkte für einen Museumsbesuch.

Auch das Gebäude hat eine eigene Geschichte: Es wurde von 1855 bis 1867 errichtet. Zu seinen beschriebenen Räumen und Bauteilen gehören ein großer zentraler Salon beziehungsweise Kuppelsaal, Empfangsgalerien und eine neoromanisch-neugotische Kapelle. Diese wurde zur Cafeteria umgewandelt und mit Mobiliar von Székély ausgestattet. Am Musée de Picardie kommen so Sammlungsinteressen und Baugeschichte als unterschiedliche Seiten eines Besuchs zusammen.

Hortillonnages: Kanäle, Gärten und Sumpfgebiete

Die Hortillonnages bilden ein Mosaik aus Kanälen, unterschiedlich großen Wasserflächen, Gemüsekulturen, Kleingärten, Ziergärten, Gehölzen und Sumpfgebieten. Statt eines einzelnen Landschaftselements prägt das Nebeneinander dieser Flächen den Charakter des Gebiets. Wenn Sie bei Ihrer Reise einen Gegenpol zu Kirchenbau und Museumssammlungen suchen, richtet sich der Blick hier auf Wasser, Gärten und Feuchtlandschaft.

Die Hortillonnages sind vom Stadtzentrum Amiens aus zugänglich. Vom Chemin de halage aus können Sie sie auf mehr als drei Kilometern besuchen; die Brücke des Boulevard de Beauvillé dient dabei als Orientierungspunkt. Seit 1972 sind die Hortillonnages im französischen Inventar der Naturdenkmäler und Stätten verzeichnet. Diese Jahresangabe gibt dem Landschaftsschwerpunkt einen klaren zeitlichen Bezug.

Weitere Reiseziele entdecken: Vauchelles-Lès-Domart, Boufflers, Arrest, Nesle, Dury, Longueau, Bray-lès-Mareuil, Friville-Escarbotin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Somme.

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