Doullens erzählt seine Geschichte in unterschiedlichen Maßstäben: mit der Citadelle als befestigtem Ort, mit Museumssammlungen aus mehreren Jahrhunderten und mit konkreten Erinnerungsorten zum Ersten Weltkrieg. Dazu kommen eigenständige architektonische Merkmale und ein 15 Kilometer langer Rundweg, der vier Orte verbindet. Für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt ergeben sich so verschiedene Themen – von Kunst und Baugeschichte bis zu einem genau datierten historischen Treffen.
Festung und Museumssammlungen
Die Citadelle de Doullens ist der älteste befestigte Ort Frankreichs. Das Musée Lombart setzt dazu einen anderen Akzent: Es besitzt seit dem 17. September 2003 den Status eines Musée de France. Seine bedeutenden Bestände umfassen französische und ausländische Gemälde des 17. bis 19. Jahrhunderts, Keramiken, Bronzen, Dokumente zur Lokalgeschichte sowie ägyptische Antiquitäten.
Die Sammlung reicht damit von Malerei verschiedener Jahrhunderte über Kunsthandwerk bis zu Zeugnissen der Lokalgeschichte und ägyptischen Altertümern. Wer sich für Kunst interessiert, findet hier einen anderen Zugang zu Doullens’ Vergangenheit als an den Befestigungs- und Erinnerungsorten. Der Blick wechselt zwischen überregionalen und lokalen Themen, ohne dass die einzelnen Sammlungsschwerpunkte zu einer einzigen Epoche zusammenfallen.
Erinnerungsorte des Ersten Weltkriegs
Die Salle du Commandement Unique erinnert an das Treffen vom 26. März 1918 in Doullens, das zur einheitlichen Führung der alliierten Truppen durch General Foch führte. Zur historischen Inszenierung stehen Besuchern ein digitaler Tisch und zwei frei zugängliche Virtual-Reality-Headsets zur Verfügung. Wenn Sie diese technische Vermittlung in Ihre Planung einbeziehen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit der Ausstattung, da sie sich verändern kann.
Nördlich von Doullens liegt auf den Höhen der Calvaire Foch. Er steht genau an der Stelle, an der im August 1914 die erste deutsche 240-mm-Granate einschlug. Auch die Gestaltung des Denkmals hält den Bezug zu Marschall Foch und den Soldaten fest: Auf dem Sockel befinden sich ein Hochreliefmedaillon von Foch sowie ein Basrelief mit drei Soldaten, einem Flieger und zwei Infanteristen.
Beffroi und Église Saint-Pierre
Der heutige Beffroi de Doullens wurde 1613 aus Ziegeln und Stein im Stil der Bossenquaderarchitektur errichtet. Seine späteren Anerkennungen haben unterschiedliche Daten: 1966 wurde er in das Inventar der historischen Denkmäler aufgenommen, 2005 von der UNESCO anerkannt. Die zeitliche Abfolge unterscheidet die Errichtung des Bauwerks von den späteren Schritten seiner Anerkennung.
In der Église Saint-Pierre fällt das Triforium mit seinen spitzbogigen Arkaden und schlanken Säulen als architektonisches Detail auf. An der Außenwand des südlichen Seitenschiffs befindet sich außerdem ein Basrelief mit der Darstellung der Himmelfahrt; sein Erhaltungszustand ist beeinträchtigt. Die Kirche wurde am 4. September 1924 als historisches Denkmal eingestuft. Wer Baugeschichte betrachtet, kann hier ein konkretes Innenraummerkmal, ein Relief an der Außenwand und die Denkmaleinstufung auseinanderhalten.
Eine Runde über Doullens hinaus
Der 15 km lange Rundweg Circuit de Beaurepaire verbindet Doullens, Amplier, Halloy und Grouches-Luchuel. Damit ergänzt er die einzelnen Bau- und Erinnerungsorte um eine Tour, die mehrere Orte miteinander verbindet. Sie können die Runde als eigenen Schwerpunkt Ihrer Reiseplanung betrachten; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routendetails.
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