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Hangest-En-Santerre vereint mehrere klar umrissene Themen für einen Aufenthalt: die Wiederaufbaugeschichte der Église Saint-Martin, das Kriegerdenkmal, die Balle à la main und drei Routen mit unterschiedlichen Planungsangaben. Die Sehenswürdigkeiten und Wege geben Ihnen verschiedene Ansatzpunkte, um den Aufenthalt nach Kulturinteressen und gewünschter Wegstrecke auszurichten.

Église Saint-Martin: Wiederaufbau und Bauform

Die Église Saint-Martin wurde von 1927 bis 1931 am Standort einer mittelalterlichen Kirche wiederaufgebaut, die während des Ersten Weltkriegs teilweise beschädigt worden war. Damit umfasst ihre Geschichte sowohl einen mittelalterlichen Vorgängerbau als auch den Wiederaufbau nach den Kriegsschäden.

Die Gestaltung ist romanisch-byzantinisch. Der zentrale Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes; eine Kuppel ruht auf Pendentifs, ergänzt durch einen Glockenturm. Die Begriffe benennen verschiedene Bauelemente: Das griechische Kreuz beschreibt den Grundriss, die Pendentifs tragen die Kuppel.

Eine Besichtigung ist nach vorheriger Anfrage bei der mairie möglich; stimmen Sie den Besuch daher vorab ab.

Kriegerdenkmal: zwei Kriegszeiträume, eine Skulptur

Das Kriegerdenkmal von Hangest-En-Santerre erinnert an die Kriege von 1914–1918 und 1939–1945. Es wurde 1923 aus Lavoux-Stein errichtet. An der Vorderseite befindet sich eine skulptierte Gruppe; auf der Rückseite stehen die Namen der Gefallenen. Die Gruppe „Veuve et orphelin“ zeigt eine Kriegerwitwe, die ihrem Sohn den Helm des Verstorbenen präsentiert. Das Kind schmückt den Helm mit einem Lorbeerzweig. Namen auf der Rückseite und figürliche Darstellung an der Vorderseite geben dem Gedenken zwei unterschiedliche Ausdrucksformen.

Balle à la main: lokale Spieltradition

Die Balle à la main de Hangest-En-Santerre gilt als das unmittelbarste Erbe des im Mittelalter praktizierten Jeu de paume. Gespielt wird barhändig auf einem 65 Meter langen und 12 Meter breiten Spielfeld. Als Untergrund dienen Lehm, verdichtete Kreide oder Asphalt. Das Feld ist gut fünfmal so lang wie breit. Der historische Bezug zum Jeu de paume ordnet die Spieltradition zeitlich ein; Maße und Untergrund beschreiben die konkrete Form des Spiels.

Wanderwege und Streckenwahl

Le Chemin de Fresnoy ist ein 6,4 km langer, leichter Rundwanderweg mit Start an der 23 rue du Quesnel in Hangest-En-Santerre. Das Höhenprofil weist 22 Meter positiven Höhenunterschied und eine Höhenlage zwischen 99 und 108 Metern auf. Die Balade Santé ist 3,4 km lang und damit im direkten Vergleich die kürzere der beiden Wanderstrecken. Le Chemin de Fresnoy bietet zusätzlich eine ausgewiesene Schwierigkeit und Angaben zum Höhenprofil. Prüfen Sie den Streckenverlauf beider Wanderwege vor dem Start lokal.

Der Circuit des 3 Doms (Boucle A) führt über die D54 durch Hangest-En-Santerre. Wenn Sie ihn fahren möchten, prüfen Sie die Streckenbedingungen vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Nibas, L'étoile, Forest-L'abbaye, Saigneville, Huchenneville, Boufflers, Woincourt, Albert.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Somme.

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