Saint-Pierre-De-Maillé vereint archäologische und Baugeschichte mit Routen zu Fuß, auf dem Rad und auf dem Wasser. Die Grotte des Cottès, historische Schlossanlagen und die Gartempe geben einem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte. Dazu kommen Natur- und Kletterangebote in La Guignoterie. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Sie mehr Zeit für Kultur, Bewegung oder Aktivitäten am Wasser vorsehen möchten.
Archäologische Spuren und historische Bauwerke
Die Grotte des Cottès und ihr Abhang bilden eine der wenigen archäologischen Sequenzen Westeuropas, die das Ende des Mittelpaläolithikums und den Beginn des Jungpaläolithikums vollständig abdecken. Dieser Übergang wird auf etwa 35.000 bis 37.000 Jahre datiert. Die Grotte steht damit für einen weit zurückreichenden Abschnitt der Menschheitsgeschichte und setzt einen besonderen Akzent neben den jüngeren Bauwerken der Gemeinde.
Das Château de la Guitière wurde im 14. Jahrhundert errichtet und in den folgenden Jahrhunderten umgestaltet. Als historisches Denkmal eingetragen ist das gesamte Ensemble: dazu gehören das Wohngebäude, das Gewächshaus, die Nebengebäude, das Eingangstor, die Einfriedung, die Türme und die Kapelle. Die Eintragung erfolgte durch Erlass vom 5. Dezember 2007; das Anwesen befindet sich in Privatbesitz. Beim Château de Jutreau stammt der Nordpavillon aus dem 15. Jahrhundert. Dieser Teil des Schlosskomplexes wurde durch Erlass vom 17. April 1935 als historisches Denkmal eingetragen; auch dieses Anwesen ist in Privatbesitz.
Rundwanderung oder Radtour
Die leichte Rundwanderung „De Grottes en Châteaux boucle n°5“ ist 6,8 Kilometer lang und dauert etwa 1 Stunde 30 Minuten. Sie beginnt und endet in Le Bas Bourg in Saint-Pierre-De-Maillé. Zunächst folgt sie der Gartempe, danach führt sie durch Wald bergauf. Länge, Gehzeit und Rundkurs geben einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung; zusätzliche Zeit für Pausen können Sie nach Ihren eigenen Plänen einrechnen.
Eine längere Strecke auf dem Rad bietet der Tèrra-Aventura-Parcours „Gare à la Trempette!“: Die kostenlose Schatzsuche ist für alle zugänglich und führt als 15 Kilometer lange Fahrradtour über begrünte Wege und kleine Straßen entlang der Gartempe. Der Parcours ist ganzjährig zugänglich. Prüfen Sie vor der Anreise dennoch seine aktuelle Verfügbarkeit. Zu Fuß und auf dem Rad stehen so zwei unterschiedlich lange Routenformate zur Auswahl, ohne dass dafür eine Gehzeit für die Radtour angenommen werden muss.
Aktivitäten auf dem Wasser und in La Guignoterie
La Fourmy Canoë bietet begleitete Abfahrten mit staatlich qualifiziertem Fachpersonal, nächtliche Abfahrten mit Betreuung und spielerische Einführungen auf dem Wasser an. Für selbstständige Familienausflüge werden Kanus und Kajaks vermietet; Ausrüstung und Transport im Minibus gehören ebenfalls zum Angebot. Außerdem gibt es Stand-up-Paddling und einen Shuttle zum Ausgangspunkt der Kanutour. Da sich Termine, Buchungsdetails und Transportabsprachen ändern können, empfiehlt es sich, sie vor der Planung einer Fahrt zu prüfen.
Am östlichen Rand der Gemeinde liegt am Ort La Guignoterie eine Felswand aus dem Oberjura, die das linke Ufer des Anglin überragt. Das Gebiet La Guignoterie ist in das Natura-2000-Netz eingebunden; der Schutz der biologischen Vielfalt und besonders der Fledermäuse spielen dabei eine wichtige Rolle.
Das Klettergebiet La Guignoterie umfasst 20 Sektoren und 141 Routen an bis zu 35 Meter hohen Felsen. Es richtet sich an Anfänger ebenso wie an erfahrene Kletternde. Bei einer künftigen Neugestaltung kann sich die Zahl der Routen ändern. Die Kletterangebote ergänzen damit die Natur- und Wasseraktivitäten um eine weitere Möglichkeit, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten.
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