Für einen Aufenthalt in Soleilhas lassen sich Wanderungen, Kapellen und die Landschaft rund um Vauplane als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Wer Baugeschichte interessant findet, begegnet ihr sowohl auf einer Wander-Rundtour als auch an historischen Kirchen im Ort. Draußen führen Wege durch Wiesen und Wald; für einen Aufenthalt im Freien bietet Vauplane eine weitere Möglichkeit. So kann die Wahl der Unterkunft an der Art der Entdeckungen ausgerichtet werden, die Sie in Soleilhas besonders interessieren.
Wandern zwischen Wiesen, Wald und Kapellen
Die Wander-Rundtour zur Chapelle Saint-Pierre, les Colettes, beginnt und endet am Parkplatz im Ortszentrum von Soleilhas. Ihr Verlauf führt durch Wiesen und Wald mit Waldkiefern. Die Chapelle Saint-Pierre stammt aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert und gibt der Runde neben der Landschaft ein kulturgeschichtliches Ziel. Eine Übersichtstafel zu den Wanderungen steht auf dem Parkplatz der Festhalle im Dorf Soleilhas und bietet einen Orientierungspunkt für die Planung.
Ein anderer Wanderschwerpunkt ist der GR4, der das Tal von Vauplane durchquert. Vauplane eignet sich zum Verweilen und Picknicken. Damit stehen verschiedene Arten des Draußenseins nebeneinander: eine Rundtour mit Kapelle und Waldlandschaft, ein Fernwanderweg durch das Tal sowie Zeit zum Aufenthalt und Picknick in Vauplane. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob Sie eine klar umrissene Runde oder eher einen Ort zum Verweilen suchen.
Kapellen und Baugeschichte in Soleilhas
Notre-Dame-du-Plan war früher die Pfarrkirche und ist heute eine Kapelle. Sie steht am Fuß einer Anhöhe, die von einem verfallenen Burgort gekrönt wird; ihre Apsis weist romanische Merkmale auf. Hier treffen also die frühere kirchliche Funktion, die Lage am Fuß der Anhöhe und die architektonische Form als unterschiedliche Aspekte aufeinander. Auch die Pfarrkirche von Soleilhas hat eine eigene zeitliche Einordnung: Sie wurde 1668 erbaut.
Die Chapelle Saint-Barnabé steht auf dem Pass zwischen den Tälern des Verdon und des Estéron. Ihr Bau wird wahrscheinlich ins 13. Jahrhundert datiert. In ihrer Altarmensa wurde eine Grabstele aus dem frühen 1. Jahrhundert wiederverwendet. Der Abstand zwischen der Datierung der Stele und der wahrscheinlichen Bauzeit der Kapelle macht die Wiederverwendung zu einem besonders markanten Detail der Baugeschichte.
Auch an den traditionellen Gebäuden lässt sich die Bauweise ablesen: Verwendet wurden vor Ort gewonnene Bruchsteine aus Mergelkalk, die mit Kalkmörtel verbunden sind. Dieses Material gehört zu den greifbaren Details, mit denen sich die örtliche Baugeschichte neben den Sakralbauten betrachten lässt.
Weitere Wege und Ziele
Die Route um den Défens des Colettes führt zu ehemaligen Gipsbrüchen bei Travertin-Wasserfällen. Auf dem Rückweg passiert sie Oratorien, die den Pilgerweg zur Chapelle Saint-Pierre säumen. Dieser Weg verbindet damit historische Spuren unterschiedlicher Art: die früheren Gipsbrüche als Zeugnis einer einstigen Nutzung und die Oratorien entlang des Pilgerwegs. Die Tour bietet so einen anderen thematischen Zugang als die Rundtour, deren Ziel die Chapelle Saint-Pierre ist.
Vauplane und winterliche Interessen
Für Wintersport ist das Schneegebiet Soleilhas-Vauplane als familienfreundlich eingeordnet. Besonders angesprochen werden Anfänger sowie Langläufer, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Das Winterprofil unterscheidet sich damit von den Wanderungen und den kulturgeschichtlichen Zielen. Prüfen Sie vor der Reise die Termine des Betriebs, wenn Sie einen Winteraufenthalt planen.
Ein weiteres lokales Thema ist der Hof La Saoume: Dort werden überfettete Seifen aus Esels- und Ziegenmilch im Kaltverseifungsverfahren hergestellt. Außerdem besteht nach Vereinbarung die Möglichkeit, die Esel zu treffen. Für einen solchen Besuch sollten Sie die Verfügbarkeit vorab prüfen. So lässt sich das Interesse an lokaler Herstellung von einer geplanten Begegnung mit den Tieren unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Valensole, Châteauneuf-Val-Saint-Donat, Mallefougasse-Augès, Aiglun, Pra Loup, Pierrevert, Valbelle, Montfuron.
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