Ein Gipfelblick auf Ventimiglia, Menton und Monaco steht in Castellar neben archäologischen Funden, romanischer Baukunst und sakraler Kunst. Olivenanbau, Begegnungen mit Kunsthandwerkern und ein Sonntagsmarkt ergänzen die kulturellen Entdeckungen. So können Sie Ihren Aufenthalt nach dem eigenen Schwerpunkt zwischen Landschaft, Geschichte und lokalem Handwerk ausrichten.
Wanderblicke und Ruinen
Die Wanderung Tour du Roc de l’Orméa bietet vom Gipfel aus einen eindrucksvollen Blick auf die Küstenstädte Ventimiglia, Menton und Monaco. Der Aussichtspunkt setzt einen landschaftlichen Akzent; im Mittelpunkt stehen hier die Weite des Blicks und die drei benannten Städte.
Eine andere Perspektive eröffnet Vieux Castellar: Die Ruinen liegen von Castellar aus etwa eineinhalb Stunden zu Fuß entfernt. Von Vieux Castellar aus reicht der Blick über das Meer und das Hinterland von Menton. Wer zwischen den beiden Wanderzielen abwägt, kann so den Gipfelblick auf mehrere Küstenstädte dem Blick auf Meer und Hinterland gegenüberstellen.
Kapellen, Kirchenkunst und Archäologie
Im Palais Lascaris befindet sich eine dauerhaft geöffnete, kostenlose Ausstellung mit Objekten, die am Fundplatz Abri Pendimoun entdeckt wurden. Damit stehen die Fundstücke und ihr Fundplatz in direktem Zusammenhang. Prüfen Sie vor der Reise die Zugangsmodalitäten.
Die Chapelle Saint-Sébastien gehört zu den wenigen romanischen Bauwerken des Kantons und ist seit 1925 als Monument historique eingetragen. Die Chapelle Saint-Antoine stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ihr offener Vorbau gilt als charakteristisch für die traditionelle ländliche Architektur der Grafschaft Nizza. Auf dem Vorplatz dieser Kapelle wurde am 16. November 1623 die letzte Hexe des Départements Alpes-Maritimes hingerichtet und verbrannt.
Auch die Chapelle du Saint-Esprit, bekannt als Pénitents Blancs, gehört zu den historischen Bauwerken Castellars; sie stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Türsturz aus graviertem Stein zeigt zwei vermummte Büßer, die dem Heiligen Geist Weihrauch darbringen. Eine Taube symbolisiert dabei den Heiligen Geist.
In der Église paroissiale Saint-Pierre finden Sie unterschiedliche Beispiele sakraler Kunst. Fünfzehn bemalte Medaillons auf Leinwand aus der Mitte des 19. Jahrhunderts hängen rund um den Marienaltar und stellen die Geheimnisse des Rosenkranzes dar. In der Seitenkapelle Saint-Étienne befindet sich außerdem ein geschnitzter, liegender Christus aus Holz aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls in der Kirche sind ein Gemälde der Taufe Christi aus dem späten 17. Jahrhundert und eine Darstellung des heiligen Franziskus beim Empfang der Wundmale aus dem 18. Jahrhundert zu finden.
Olivenkultur, Kunsthandwerk und Markt
Die Moulin à huile bietet einen Einblick in den Olivenanbau. Von April bis Oktober wird dort eine Ausstellung rund um die Olive gezeigt. Wenn Sie sich für die Herkunft und Verarbeitung von Oliven interessieren, ergänzt dieser Besuch die archäologischen und kirchlichen Themen um einen Einblick in die örtlich vorgestellte Olivenkultur.
Im Künstlerdorf Castellar können Besucher Künstler und Kunsthandwerker treffen und ihre Werke in Ateliers und Galerien entdecken. Dazu gehören Skulpturen, Gemälde, Keramik und Messerschmiedearbeiten. Wenn Sie einen konkreten Werkstattbesuch planen, klären Sie die jeweiligen Absprachen vorab, da sich die Werkstattarrangements ändern können.
Jeden Sonntag empfängt Cant d’a Grana Besucher auf dem Markt. Dort gibt es Gespräche über Permakultur, eine Verkostung regionaler Produkte sowie den Verkauf regionaler Produkte und von Kunsthandwerk. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch das aktuelle Programm.
Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Sauveur-Sur-Tinée, Antibes, Roquebrune-Cap-Martin, Le Broc, Marie, Cipières, Malaussène, Clans.
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