Am Fuß der Opies – mit 492 Metern dem höchsten Gipfel des Alpilles-Massivs – liegt Aureille in einer markanten Landschaft. Für die Reiseplanung bieten sich zwei Themen an: Wege im Massif des Alpilles und die Bau- und Dorfgeschichte des Ortes. Aureille gehört zu den sechzehn Gemeinden, die der Charta des Regionalen Naturparks Alpilles beigetreten sind.
Wanderwege und Radrouten
In Aureille gibt es Wanderwege für Fußgänger und Reiter. Die La Ronde des Oratoires ist ein 8,5 Kilometer langer Familienwanderweg, der zur Erkundung des Dorfes und seiner Umgebung führt. Eine längere Wanderoption ist Un festival d'oiseaux méditerranéens rund um die Opies: Die Route misst 13,2 Kilometer und dauert etwa vier Stunden. Sie beginnt am Friedhofsparkplatz und endet in Aureille. Die unterschiedlichen Streckenangaben helfen, die Länge einer Wanderung in die eigene Planung einzubeziehen, ohne die Routen gleichzusetzen.
Auch der Fernwanderweg GR® 69 – La Routo durchquert Aureille, und zwar von Osten nach Westen. Fürs Rad ist Les Civadières à VTT eine eigene Option: Die leichte Rundstrecke ist 15,5 Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. Start und Ziel liegen am Stadionparkplatz von Aureille. Vor dem Aufbruch empfiehlt es sich, die örtlichen Zugangsdetails für die jeweiligen Routen zu prüfen.
Landschaft rund um die Opies
Der Name Un festival d'oiseaux méditerranéens verweist auf die thematische Ausrichtung der Wanderroute; die Strecke selbst ist mit Länge und Dauer beschrieben. Einen anderen Landschaftseindruck bietet die Wanderung Mouriès–Aureille. Sie verläuft am Südhang der Alpilles durch eine vom Menschen geprägte Gegend mit Oliven-, Wein- und Obstkulturen. Damit stehen eine Route rund um die Opies und eine Wanderung durch kultivierte Landschaft als unterschiedliche Blickwinkel nebeneinander.
Dorfgeschichte in Bauwerken
Die Pfarrkirche Notre-Dame in Aureille ist im neoromanischen Stil erbaut und stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch die Tour de l’Horloge ist neoromanisch. Sie wurde an der Stelle des Glockenturms der ersten Dorfkirche errichtet, die Notre-Dame-de-l’Assomption hieß und früher als Pfarrkirche Sainte-Marie bezeichnet wurde. Le Castelas setzt einen anderen historischen Akzent: Die verfallene Festungsburg thront auf einem Felssporn über dem Dorf und wurde größtenteils im 12. Jahrhundert erbaut.
Mehrere kleinere Bauwerke ergänzen dieses Bild. Die Fontaine pointue stammt aus dem Jahr 1882. Das öffentliche Waschhaus hat zwei Becken; dort arbeiteten die Wäscherinnen kniend. Die frühere Ölmühle von Aureille stammt aus dem 17. Jahrhundert und bewahrt ihren steinernen Mahlstein sowie den steinernen Mühlenturm. Die Oratorien markieren die Randbereiche des Dorfes; dazu gehören St-Anne, St-Joseph, St-Roch, St-Véran und St-Eloi. Der Oratoire Saint-Véran wurde durch Erlass vom 22. Juli 1935 als historisches Denkmal eingetragen.
Ziegenkäse und Camargue-Rennen
Zur lokalen Esskultur gehört die Fromagerie EARL SEV Gillet. Sie produziert verschiedene Ziegenkäse aus vollfetter Rohmilch, darunter Faisselles und Brousse. Ihre Käse- und Milchprodukte verkauft die Fromagerie auf dem Donnerstagsmarkt in Aureille. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen, prüfen Sie vorher, ob die Teilnahme des Erzeugers weiterhin vorgesehen ist.
Auch die Gemeindearenen gehören zum Ortsleben: Dort finden häufig Camargue-Rennen statt. Für einen geplanten Besuch empfiehlt sich ein Blick in den aktuellen Kalender.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bouches Du Rhone.