In Bouches Du Rhone wechseln sich gebirgige Landschaften im Norden und türkisfarbenes Mittelmeer im Süden ab. Besonders eindrücklich lässt sich dieser Kontrast in der Verbindung von Land und Wasser entdecken: Der Parc national des Calanques ist ein Land- und Meerespark mit 520 Quadratkilometern, der sich über Marseille, Cassis und La Ciotat erstreckt. Für seine terrestrische Seite gilt das Wandern auf den Wegen als beste Art der Entdeckung. Wer dort einen halben Tag unterwegs ist, sollte die Empfehlung des Parks beachten: mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person. Wasserstellen gibt es in den Calanques nicht; prüfen Sie die aktuelle Wanderempfehlung vor dem Aufbruch.
Calanques zu Fuß und vom Wasser aus erleben
Auch einzelne Wege geben der Reise einen konkreten Rahmen. Von der Ortsmitte Cassis erreichen Sie Calanque de Port-Miou zu Fuß in etwa 30 Minuten über den GR58-51. Port-Miou dient als leichte nautische Basis mit nautischem Club und Capitainerie; den aktuellen Stand der Einrichtungen sollten Sie vor Ihrer Reise prüfen. Der GR98-51 bietet Zugang zu Calanque de Port-Pin und Calanque d’En-Vau.
Für eine Perspektive vom Meer aus gibt es mehrere Möglichkeiten: Shuttles zu den Calanques fahren vom Vieux-Port in Marseille ab. Anbieter und Fahrpläne können sich ändern, daher ist ein Blick auf den aktuellen Fahrplan vor dem Ausflug sinnvoll. Seekajak und Stand-up-Paddling werden ebenfalls als Wege genannt, an der Küste entlangzufahren und in die Calanques zu gelangen. Welche Angebote verfügbar sind und unter welchen Bedingungen sie stattfinden, kann je nach Anbieter variieren.
Wer die Route des Crêtes einplant, kann sie von Cassis oder La Ciotat aus erreichen. An mehreren Aussichtspunkten gibt es Parkplätze. Wegen saisonaler Waldbrandgefahr kann die Straße gesperrt sein; prüfen Sie vor der Anfahrt die aktuelle Lage. Für die Orientierung auf Wanderwegen bietet die App Mes Calanques 20 geolokalisierte Wander- und Wanderrouten und ermöglicht es, den eigenen Fortschritt auf den Wegen zu verfolgen. Ihre Funktionen können sich mit der Zeit ändern.
Inselnatur und Wege in unterschiedlichen Landschaften
Île Verte liegt 400 Meter vom Festland entfernt, ist in das klassifizierte Gebiet Cap Canaille und den Parc national des Calanques integriert und weist eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf. Die Réserve naturelle de Sainte-Victoire setzt einen anderen Akzent: Das nationale Naturreservat umfasst 140 Hektar. Im Sektor Grands-Creux ist ein paläontologischer Fundort mit Dinosauriereiern bekannt. So stehen auf der Entdeckungsreise sowohl eine Insel mit vielfältiger Flora und Fauna als auch ein Ort mit einem sehr konkreten Bezug zur Erdgeschichte.
Auch die Art der Wege unterscheidet sich in den beschriebenen Naturgebieten. In den Alpilles gibt es ein ausgedehntes Netz von Wegen und Pfaden zum Wandern, Reiten und Radfahren. Der Parc naturel régional de Camargue bietet 14 Wanderrouten. Wer seine Zeit draußen plant, kann so zwischen einem Wegenetz mit mehreren genannten Aktivitäten und einem Angebot von Wanderkreisen wählen, ohne beide Landschaften auf dieselbe Aktivität zu reduzieren.
Regionale Traditionen und Produkte
Die Camargue begegnet Reisenden nicht nur über ihre Wanderwege: Riz de Camargue ist seit Dezember 2013 als IGP anerkannt. Für die maritime Esskultur des Départements stehen unter anderem Poutargue, Sardinen und Seeigel. Diese Produkte geben dem kulinarischen Blick auf die Region eine eigene Küsten- und Wasserlinie, neben den Naturerlebnissen im Landesinneren.
Eine weitere regionale Tradition ist die Course camarguaise, die in Bouches Du Rhone von März bis November praktiziert wird. Die Veranstaltungskalender unterscheiden sich je nach Veranstaltungsort und Saison; prüfen Sie deshalb die Termine für den konkreten Ort, den Sie besuchen möchten. Zusammen mit der Landschaftsspanne von den nördlichen Gebirgszügen bis zum südlichen Mittelmeer eröffnet das eine Reise, die Natur, Wege, lokale Produkte und gelebte Traditionen in unterschiedlichen Teilen des Départements verbindet.
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