Noves erschließt seine Geschichte über Orte aus sehr unterschiedlichen Zeiten: Le Puech verweist auf eine frühe Besiedlung, die Porte Aurose auf die mittelalterliche Befestigung, Kirchen und Kapellen auf religiöse Geschichte und spätere Erinnerungsformen. Dazu kommen die Pinienpromenade der Esplanade du Château mit ihrem Blick über die Dächer sowie eine 12 Kilometer lange Radtour durch Wälder und Obstgärten. Für Reisende, die Kulturerbe und Landschaft gemeinsam kennenlernen möchten, bieten sich damit unterschiedliche Zugänge: bauliche Zeugnisse im Ort und eine Tour durch die provenzalische Landschaft.
Frühe Siedlung und historische Bauwerke
Le Puech gilt als eines der historischen Oppida von Noves. Dort siedelten sich um 600 v. Chr. die Cavares an. Dieser frühe Zeitbezug unterscheidet sich deutlich von den mittelalterlichen Zeugnissen des Ortes. Die Porte Aurose führt in eine spätere Epoche: Das bis heute erhaltene Tor stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist das am besten erhaltene der vier Dorftore von Noves. Le Puech und Porte Aurose stehen so für zwei verschieden datierte Kapitel der Ortsgeschichte.
Auch die Kirche Saint-Baudile gehört zu den wichtigen historischen Bezugspunkten. Sie wurde durch einen Erlass vom 8. September 1999 in ihrer Gesamtheit als Monument Historique eingestuft. Die Einstufung gilt damit für die Kirche als Ganzes.
Esplanade du Château: Promenade und Panorama
Die Esplanade du Château verbindet einen historischen Bezug mit einem Blick auf Noves und seine Umgebung. Heute ist sie eine von Pinien beschattete Promenade und erinnert an eine mittelalterliche Festung, die zwischen dem 10. und dem Beginn des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Von der Esplanade bietet sich ein Panorama über die Dächer von Noves und die umliegende Landschaft. Anders als bei einem einzelnen Bauwerk stehen hier zugleich die Promenade, die Erinnerung an die Festung und der Blick auf den Ort im Mittelpunkt.
Chapellen, Geschichte und Wallfahrt
Die Chapelle Notre-Dame-de-Pitié verbindet frühe Ortsgeschichte mit einer religiösen Tradition. Sie steht an dem Ort, an dem sich der erste Einwohner von Noves niederließ, und war zunächst eine Einsiedelei der Observantenmönche. Ihr Kirchenschiff wurde 1630 errichtet. 1722 wurde die Kapelle erweitert, infolge eines Gelübdes, das die Einwohner während der großen Pest von 1720–1721 abgelegt hatten. Die mit diesem Gelübde verbundene Wallfahrt findet weiterhin am ersten Samstag im September statt.
Wenn Sie die Wallfahrt bei der Wahl Ihres Reisezeitraums berücksichtigen möchten, ist dieser wiederkehrende Septembertermin ein konkreter Anhaltspunkt. Baugeschichte und Brauch verweisen dabei auf unterschiedliche Zeitpunkte: auf die Erweiterung im 18. Jahrhundert und auf eine Tradition, die weiterhin stattfindet.
Eine andere Geschichte erzählt die ehemalige Chapelle des Pénitents: Seit 1995 ist sie die Médiathèque Municipale Marc Mielly. Hier zeigt sich ein Wandel von der früheren Kapelle zu einer kommunalen Mediathek. Zusammen mit den Kirchen und der Wallfahrt ergänzt dieser Ort die religiöse und bauliche Geschichte von Noves um einen weiteren Aspekt.
Mit dem Rad durch die Comtat-Ebene
Die 12 Kilometer lange Fahrradtour durch Noves und die Comtat-Ebene bietet eine weitere Möglichkeit, Kulturerbe und Landschaft zu verbinden. Sie führt durch Wälder und Obstgärten und erschließt Kulturgüter, die verstreut in der provenzalischen Landschaft liegen. Die Länge gibt der Tour einen klaren Umfang; die beschriebenen Landschaftsabschnitte und Kulturgüter machen sie zu einer anderen Art der Entdeckung als der Blick auf einzelne Bauwerke im Ort. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen einem Schwerpunkt auf Ortsgeschichte und einer Radtour durch die Landschaft abwägen.
Noves Infos Tourisme begleitet Besucher bei der Entdeckung des Ortes und seines Kulturerbes und bietet eine Auswahl an Adressen zur Planung des Aufenthalts. Diese Anlaufstelle verbindet die Entdeckung der lokalen Geschichte mit praktischer Orientierung für die Aufenthaltsplanung.
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