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Graveson verbindet die Geschichte des Künstlers Auguste Chabaud mit Spuren der Via Agrippa und der Landschaft der Montagnette. Die Themen lassen sich auf unterschiedliche Weise entdecken: beim Rundgang „Sur les pas d’Auguste“, an historischen Bauwerken und im Garten. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie eher Kunst und Ortsgeschichte, Natur oder eine Mischung aus beidem suchen.

Kunst und Geschichte im Dorf

Das Musée de Région Auguste Chabaud wurde 1992 zu Ehren des Künstlers eröffnet, der den größten Teil seines Lebens in Graveson verbrachte. Seine Verbindung zum Ort begegnet Ihnen auch beim Rundgang „Sur les pas d’Auguste“: Er führt durch die Straßen des Dorfes zu Orten, die Chabaud gemalt hat. Pictural & Mural ergänzt diesen Blick auf die Kunst im öffentlichen Raum. Seit 2005 stellt die Initiative Künstlern drei öffentliche Außenwände für ihre Arbeiten zur Verfügung. Heute können in Graveson mehr als 20 Wandgemälde besichtigt werden; ihre Zahl kann sich ändern, wenn einzelne Werke erneuert werden.

Auch die Via Agrippa macht die ältere Geschichte des Ortes greifbar. Sie wurde ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. gebaut und im 1. Jahrhundert n. Chr. wiederaufgebaut; die Verbindung führte von Lyon nach Arles. Bei Graveson ist ein besonders gut erhaltener Abschnitt aufbereitet und öffentlich zugänglich. Ein 30 Meter langes Lehrwandbild und erklärende Tafeln am Standort erläutern die archäologischen Funde. Wenn Sie den Abschnitt einplanen, können Sie sich vorab nach den örtlichen Besuchsbedingungen erkundigen.

Das Grand Portail war der Haupteingang des Dorfes auf der Westseite und gilt als Symbol des Mittelalters in Graveson. Heute beherbergt es einen Ausstellungsraum zur Städtepartnerschaft mit Thônex in der Schweiz; die Nutzung kann sich ändern, deshalb empfiehlt sich bei einem geplanten Besuch ein Blick auf die aktuellen Bedingungen. La roubine, ein erhaltener Rest des mittelalterlichen Wehrgrabens, liegt am von Platanen gesäumten Cours. In der Eglise Notre Dame de la Nativité de Marie sind Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu sehen; ihr romanischer Chor ist als historisches Denkmal eingetragen. Die Maison des arts liegt im Herzen des Dorfes und verfügt über einen Ausstellungsraum mit Bilderschienen und Vitrinen sowie einen Raum für Workshops.

Garten und Landschaft der Montagnette

Die Montagnette ist ein Kalkmassiv an der natürlichen Grenze zwischen Rhône- und Durance-Tal. Zwei Drittel des Massivs sind mit Aleppo-Kiefern bedeckt. Zu seiner Flora gehören außerdem Olivenbäume, Thymian, Farigoule, Bohnenkraut, Rosmarin und Fenchel. Bei Graveson gehört der Piémont-Bereich zur Montagnette: Die dortige Fläche umfasst 300 Hektar und ist Eigentum der Stadt. Landschaft und Pflanzen geben diesem Teil des Aufenthalts einen anderen Akzent als die Kunst- und Geschichtsthemen im Dorf.

Der Jardin des Quatre Saisons bietet einen kleineren, gestalteten Kontrast zur Landschaft des Massivs. Seine vier Bereiche stellen die vier Jahreszeiten dar. Der öffentliche Garten ist kostenlos und täglich geöffnet; da Öffnungszeiten saisonal oder vorübergehend abweichen können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrem Besuch.

Zu Fuß, mit dem Rad und zu festen Terminen

Für den Weg durch Graveson zu Chabauds gemalten Motiven ist „Sur les pas d’Auguste“ der passende thematische Rundgang. Eine andere Perspektive bietet die Radroute Nr. 5 „Au fil de l’eau“ der Radschleifen Terre de Provence: Sie ist 17 Kilometer lang und führt von Graveson nach Rognonas. Damit stehen zwei verschiedene Arten im Raum, die Umgebung zu erkunden – zu Fuß entlang der Kunstorte im Dorf oder auf einer längeren, ausdrücklich für das Rad beschriebenen Verbindung. Prüfen Sie den Routenverlauf vor der Fahrt, da sich Infrastruktur und Beschilderung ändern können.

Für eine Reise mit festem Termin sind die örtlichen Feste interessant. Die Fête de la Saint Eloi findet am letzten Juliwochenende statt. Zur Tradition gehören Kavalkaden mit der „carreto ramado“, einem mit Grün oder – in anderen Gemeinden – mit Getreide geschmückten Wagen. Davon zu unterscheiden ist die Fête votive von Graveson: Die Wandgemälde von Pictural & Mural werden während dieses Festes am ersten Sonntag im September eingeweiht. Da sich das jährliche Programm ändern kann, lohnt es sich, die Termine zu prüfen, wenn ein Festbesuch für Ihre Reise entscheidend ist.

Auch der Marché Paysan gehört zum lokalen Angebot. Im Mittelpunkt stehen Farben, Düfte und die Qualität der Erzeugnisse des Landes; ein konkreter Markttag ist hier nicht festgelegt. Für Ihre Auswahl bietet sich damit ein klarer Gegensatz: Kunst, archäologische Spuren und Bauwerke prägen einen Teil der Entdeckungen, Garten, Pflanzenwelt und die Montagnette einen anderen. Die Festtermine und die Radroute ergänzen diese Themen um konkrete Anlässe und eine benannte Strecke.

Weitere Reiseziele entdecken: Lambesc, Boulbon, Eyguières, Jouques, Peypin, Cuges-Les-Pins, Meyreuil, Arles.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bouches Du Rhone.

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