Zwischen dem Mittelmeer im Westen und dem Étang de Berre im Osten liegt Martigues. Die Stadt lässt sich über verschiedene Themen entdecken: Naturwege, Kunst und Geschichte, Küstenlandschaft und eine örtliche Fischereitradition. Für die Auswahl Ihres Aufenthalts können diese Interessen den Ausschlag geben – je nachdem, ob Sie lieber Wege erkunden, Ausstellungen ansehen oder mehr über die lokale Küche erfahren möchten.
Naturwege und Küstenlandschaft
Der Grand Parc de Figuerolles ist ein kostenlos zugänglicher Naturraum im Herzen von Martigues. Fünf Wege bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Umgebung des Parks zu erkunden. Einer davon ist ab 3 km für Kinderwagen geeignet; ein weiterer führt auf 7 km rund um den Park und am Étang de Berre entlang. So stehen eine Kinderwagenroute und eine längere Runde am Wasser als verschiedene Wegoptionen zur Auswahl.
Der Plage du Verdon liegt in La Couronne auf dem Gemeindegebiet von Martigues. Er ist der größte Feinsandstrand der Côte Bleue. Am Strand werden Tretboote mit Rutsche und Stand-up-Paddleboards vermietet. Da das saisonale Angebot variieren kann, prüfen Sie die Verfügbarkeit dieser Aktivitäten vor Ihrem Besuch.
Kunst, Stadtgeschichte und geschützte Orte
Im Musée Ziem stehen mehrere Sammlungsgebiete nebeneinander: Archäologie, moderne und zeitgenössische Kunst, bildende Kunst, Ethnologie und Fotografie. Wechselausstellungen zeigen Gemälde, Zeichnungen und Objekte. In den ausgestellten Werken, die sich auf Martigues und seine Spiegelungen beziehen, dominieren Wasser und Himmel. Damit bietet das Museum einen Zugang sowohl zu unterschiedlichen Kunstformen als auch zu Motiven, die mit der Stadt verbunden sind.
Ein anderes Bild der Stadtgeschichte vermittelt die Galerie de l'Histoire de Martigues. Schriftliche Dokumente, Fotografien, Modelle, museale Objekte und interaktive Terminals machen dort wichtige Entwicklungsschritte der Stadt zum Thema. Während das Musée Ziem Kunst und Sammlungsgebiete in den Mittelpunkt stellt, richtet die Galerie den Blick auf die Entwicklung Martigues’.
Auch Baugeschichte gehört zum Stadtbild: Die Kirche La Madeleine in Martigues wurde zwischen 1670 und 1680 erbaut. Das Miroir aux Oiseaux, der Kanal Saint-Sébastien und der Quai Brescon bilden zusammen ein Ensemble, das seit 1942 als klassifizierte Stätte geschützt ist. Die beiden Themen setzen unterschiedliche historische Akzente – hier die Bauzeit einer Kirche, dort der Schutz eines benannten Ensembles.
Das Fort de Bouc
Das Fort de Bouc ist seit dem 6. Januar 1930 als historisches Denkmal eingetragen. Nach Restaurierungsarbeiten wurde es 2007 erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Besuch ist auf dem Seeweg möglich und ausschließlich nach Reservierung beim Office de Tourisme et des Congrès de Martigues. Da sich die Zugangsregelungen ändern können, empfiehlt es sich, die Reservierung vor der Reise zu prüfen.
Fischereitradition und Wein
In Martigues wird Poutargue an einem der letzten Calen Frankreichs am Ufer hergestellt. Das kleine Fischerhäuschen betreibt weiterhin traditionelle Fischerei mit Booten und Netzen; die Rogenbeutel für die Poutargue werden im Kanal von Martigues gefangen. So sind Herstellung und Fischerei mit konkreten Orten und Arbeitsweisen verbunden.
Eine weitere kulinarische Entdeckung bietet die geführte Besichtigung der Genossenschaftskellerei von Saint-Julien-les-Martigues. Sie führt durch die Rebsorten und die Kellerei und endet mit der Verkostung von zwei Cuvées. Die Auswahl umfasst Weiß-, Rosé- und Rotweine; verkostet werden zwei Cuvées. Damit stehen in Martigues und seiner Umgebung sowohl Fischereitradition als auch Weinbau als unterschiedliche Schwerpunkte im Mittelpunkt.
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