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Eyragues verbindet provenzalisches Kulturerbe mit Gartenwegen und Routen, deren Umfang sich konkret planen lässt. Der Chemin de la Transhumance ist 13 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und weist 100 Höhenmeter auf. Er kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike genutzt werden; auf der Strecke gibt es Ausblicke auf die Alpilles, den Mont Ventoux und den Luberon. So stehen für die Routenwahl sowohl eine ungefähre Dauer als auch konkrete Landschaftsbezüge zur Verfügung.

Routen zu Fuß und mit dem Rad

Die Fahrradschleife „Entre agriculture, tradition et patrimoine“ ist 21 oder 23 Kilometer lang und führt durch Eyragues, Châteaurenard und Maillane. Im Vergleich zum Chemin de la Transhumance ist sie die längere Distanz und als Fahrradroute ausgewiesen. Die beiden Strecken lassen sich nach Länge und Fortbewegungsart unterscheiden: Beim Chemin sind sowohl das Gehen als auch die Nutzung mit dem Mountainbike vorgesehen. Da kommunale Angaben zum Chemin überarbeitet werden können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenhinweise.

Gartenwege und Pflanzen

Im Parc des Poètes gibt es einen kleinen Spazierweg zwischen zahlreichen mediterranen Pflanzenarten. Bambous en Provence setzt einen anderen Schwerpunkt: Der 4,3 Hektar große Garten umfasst eine Sammlung von 250 Bambusarten. Ein ein Kilometer langer Naturpfad führt dort durch einen Pflanzentunnel und Bambushaine; Wasseranlagen für Lotusblumen und Seerosen gehören ebenfalls zum Garten. Die beiden Orte unterscheiden sich damit sowohl in der Weglänge als auch in den beschriebenen Pflanzenwelten.

Auch die Allée des Félibres liegt im Parc des Poètes, am Südeingang. Sie ehrt sieben Dichter des Félibrige: Frédéric Mistral mit einer Statue sowie Joseph Roumanille, Théodore Aubanel, Jean Brunet, Anselme Mathieu, Paul Giéra und Alphonse Tavan mit Büsten. Unter jeder Büste informieren QR-Codes über die jeweiligen Dichter auf Französisch, Englisch und Provenzalisch. Der Weg durch den Park verbindet so Pflanzen und einen konkreten Einblick in die provenzalische Literaturtradition.

Museum und Baugeschichte

Im Gebäude La Bastide im Parc des Poètes befindet sich das Musée Témoignage et Patrimoine d’Eyragues, das der Öffentlichkeit einen Ausstellungsbereich bietet. Zu den Sammlungen gehören seltene Bücher der provenzalischen Literatur und Enzyklopädien. Eine weitere Facette zeigt die Kostümsammlung: Sie umfasst Trachten der Arlésienne vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, darunter Bänder und Spitzen. Bücher und Kleidung geben damit unterschiedliche Einblicke in die kulturellen Sammlungen des Museums.

Die Église Saint-Maxime ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde mehrfach umgebaut und ist im Verzeichnis der historischen Denkmäler eingetragen. Die Chapelle de Notre-Dame-du-Pieux-Zèle hat Ursprünge in der frühromanischen Zeit des 11. Jahrhunderts. In ihrem schattigen Garten befinden sich noch Überreste paläochristlicher Sarkophage. Die zeitlichen Einordnungen und die erhaltenen Überreste setzen unterschiedliche Akzente innerhalb der Bau- und Ortsgeschichte.

Traditionen im Jahreslauf

Saint-Eloi wird Ende Juni mit der caretto ramado gefeiert. Dabei wird ein mit Pflanzen geschmückter Wagen von Dutzenden Kaltblutpferden gezogen und von einem Paar Prieurs angeführt. Eine weitere Tradition ist die jährlich stattfindende Pferdemesse von Attelage Eyraguais, die am ersten Sonntag im März organisiert wird. Das Comité des Fêtes organisiert unter anderem auch das Fest Saint-Symphorien. Wenn Sie Ihre Reise auf eines dieser Feste abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Victoret, Eguilles, Charleval, Aubagne, Port-Saint-Louis-Du-Rhône, Aureille, Saliers, Roquevaire

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bouches Du Rhone.

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