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In Vernègues reicht der Blick weit zurück: Felsunterstände verweisen auf menschliche Besiedlung in der Jungsteinzeit, während eisenzeitliche Überreste und mittelalterliche Sakralbauten weitere Kapitel öffnen. Ein Lavoir an einer Felsquelle und eine Wanderroute durch Garrigue ergänzen den historischen Schwerpunkt um konkrete Details zu Bau und Landschaft. So lässt sich ein Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten – von früher Besiedlung über Architektur bis zu Bewegung im Freien. Die Baugeschichte reicht vom ältesten Teil der Kapelle Saint-Symphorien im 11. Jahrhundert über Saint-Jacques im 13. Jahrhundert bis zum Wiederaufbau von Notre-Dame-de-Lourdes 1910.

Spuren der Vorgeschichte und Kapellen

Auf dem östlichen Teil des Plateaus zeugen eisenzeitliche Überreste, darunter die Reste eines Walls, von einer dort ansässigen keltoligurischen Gemeinschaft. Die Eisenzeit wird mit 800 bis 500 v. Chr. angegeben. Felsunterstände weisen auf menschliche Besiedlung in der Jungsteinzeit von 5000 bis 2000 v. Chr. hin. Die beiden Zeitangaben stehen für weit auseinanderliegende Phasen der Vorgeschichte, nicht für ein einziges zusammenhängendes Zeitfenster.

Bei der Kapelle Saint-Symphorien stammt der älteste Teil aus dem 11. Jahrhundert. Im hinteren Bereich befindet sich eine Sammlung von Krücken – ein besonderes Detail neben der Baugeschichte. Die Wallfahrt zu Saint-Symphorien findet jedes Jahr am 22. August statt.

Die Kapelle Saint-Césaire veranschaulicht eine andere religiöse Entwicklung: Sie ist an den Tempel angelehnt und steht für die Umwandlung eines heidnischen Tempels in ein christliches Heiligtum. Wenn Sie das Gut umgehen, können Sie auf dem Weg die Ruinen des Tempels Saint-Césaire sehen.

Sakrale Baugeschichte und Besuch

Die alte Kirche Saint-Jacques im Vieux Vernègues stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist charakteristisch für die zweite romanische Stilperiode. Ihre Ruinen können vom Platz aus besichtigt werden; da sie nicht gesichert sind, ist das Betreten verboten. Planen Sie den Blick von außen ein und prüfen Sie die Zugangshinweise vor dem Besuch.

Zum Landschaftsaspekt gehört eine Wanderroute, die beim Abstieg durch Garrigue führt. Die Kirche Notre-Dame-de-Lourdes wurde 1910 wiederaufgebaut; eine Wanderroute führt an ihr vorbei.

Felsquelle und Einkehr

Das Lavoir de Naud stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde an einer alten Felsquelle errichtet. Die Lage an der Quelle macht es zu einem anderen Typ historischen Bauwerks als die Kapellen und Kirchen.

Im letzten noch erhaltenen Haus des alten Dorfes werden handwerklich hergestelltes Eis und Crêpes angeboten; dort gibt es außerdem eine Terrasse mit Aussicht. Wenn Sie diese Pause fest einplanen möchten, prüfen Sie das Angebot vor der Anreise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bouches Du Rhone.

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