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Der smaragdgrüne Lac de l’Orceyrette, Waldwege und historische Bauwerke geben Villar-Saint-Pancrace ein vielschichtiges Profil. Natur und Ortsgeschichte sind hier unterschiedliche Schwerpunkte: Am See und im Bois des Ayes geht es um Landschaft und Waldfauna, während Kapellen, Kirche und frühere Arbeitsorte Einblicke in die Geschichte des Ortes bieten.

See, Wald und Wege

Der Bois des Ayes erstreckt sich über fast 400 Hektar und weist einen hohen Anteil alter Bäume auf. In diesem Wald liegt der Lac de l’Orceyrette, ein smaragdgrüner See innerhalb der biologischen Reserve. Er eignet sich für Familienpicknicks und zum Angeln. Wer einen Ausflug plant, kann den Aufenthalt am Wasser von zwei unterschiedlichen Wegthemen unterscheiden: einer Wanderung durch Wald und Reserve oder einem Weg, der Wissenswertes über die Waldfauna vermittelt.

Der Weg zum Col des Ayes verläuft auf dem GR5 durch den Bois des Ayes und dessen biologische Reserve bis an die Grenze des Parc Naturel Régional du Queyras. Saisonale Bedingungen können den Zugang beeinflussen; prüfen Sie diese vor dem Aufbruch. Die Route verbindet damit eine konkrete Wanderung mit dem Blick auf Wald und Schutzgebiet, ohne dass sich daraus eine bestimmte Gehzeit ableiten lässt.

Zum Refuge des oiseaux du Moulin de Sachas führt ein weiterer Weg. Informationstafeln, Vogel- und Fledermausnistkästen sowie Insektennester vermitteln dort Wissenswertes über die Waldfauna. Der Schwerpunkt liegt somit auf der Naturinterpretation entlang des Weges. Am Lac de l’Orceyrette stehen dagegen Picknick und Angeln im Vordergrund, während die Route zum Col des Ayes durch ihren Verlauf auf dem GR5 und durch die Reserve geprägt ist. Diese Unterschiede helfen, den Ausflug nach dem gewünschten Thema auszuwählen.

Für den Sentier Botanique du Bois du Villard ist ein kostenloser Plan im Centre Montagne von Villar-Saint-Pancrace erhältlich. Da sich die Verfügbarkeit ändern kann, empfiehlt es sich, vor der Reise nach dem Plan zu fragen. So lässt sich die Planung für diesen botanischen Weg von den Informationen zu den anderen Naturwegen unterscheiden.

Kapellen und Ortsgeschichte

Die Chapelle Saint-Pancrace wurde durch Erlass vom 11. Oktober 1990 als historisches Denkmal klassifiziert. Sie weist monumentale Wandmalereien aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf. Die Chapelle des Pénitents ist ebenfalls als historisches Denkmal geschützt: Sie wurde durch Erlass vom 7. Juli 1965 eingetragen. Die beiden Kapellen sind damit durch ihre unterschiedlichen kunsthistorischen und denkmalbezogenen Angaben geprägt.

Für 1168 ist in Villar-Saint-Pancrace urkundlich eine dem heiligen Pancrace geweihte Kirche erwähnt. Außerdem ist eine lokale Wallfahrt für das späte Mittelalter belegt. Die Pfarrkirche des Ortes wurde 1542 im romanischen Stil unter der Leitung des Architekten Ristolani erbaut. Diese Angaben eröffnen verschiedene zeitliche Perspektiven auf die religiöse Geschichte des Ortes, ohne die historische Erwähnung von 1168 mit der heutigen Chapelle Saint-Pancrace gleichzusetzen.

Auch frühere gemeinschaftliche Arbeitsorte gehören zum kulturellen Bild. Die Moulin de Sachas wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ermöglichte Familien aus Villar-Saint-Pancrace, ihr Mehl zu mahlen. Der Espace four schildert die Geschichte verschiedener Bauernöfen, die zur Herstellung von Kalk oder Gips dienten. Während die Mühle mit dem Mahlen von Mehl verbunden war, widmet sich der Espace four den unterschiedlichen Nutzungen der Öfen.

Ein weiterer historischer Bezug sind die Route des Espagnols und der Tunnel von Prelles, die in Villar-Saint-Pancrace von der 36e CTE errichtet wurden. Beide Namen gehören zu einem eigenen Thema der Ortsgeschichte; zu den Bauwerken gehören keine hier angegebenen Jahreszahlen.

Einblicke in den früheren Bergbau

Die Mine de la Cabane ist das einzige Bauernkohlebergwerk in Villar-Saint-Pancrace, das besichtigt werden kann. Bei begleiteten Besichtigungen betreten Besucher mit Lampe und Helm einen Stollen und lernen die Arbeitsbedingungen früherer Bauernbergleute kennen. Die Besuche werden saisonal organisiert und können auch nach Reservierung möglich sein. Wenn Sie die Mine einplanen möchten, fragen Sie die Termine und eine mögliche Reservierung vorab an.

So stehen für einen Aufenthalt in Villar-Saint-Pancrace mehrere klar unterscheidbare Themen zur Auswahl: Wald und See, Wege mit Bezug zur Waldfauna, religiöse Bauwerke, frühere gemeinschaftliche Arbeit und der Bergbau. Welche davon den Schwerpunkt bilden, hängt davon ab, ob Sie Ihren Aufenthalt eher an Naturwegen, an der Ortsgeschichte oder an beidem ausrichten möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Chaffrey, Château-Ville-Vieille, La Bâtie-Neuve, Saint-Apollinaire, Abries, Buissard, Val-Des-Prés, Montgenevre.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hautes-Alpes.

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