Fossilien und Mineralien, eine Museums-Galerie in einer ehemaligen Kapelle, historische Mühlen und Ausblicke bis zum Mittelmeer: Bargemon vereint unterschiedliche Entdeckungen auf engem thematischem Raum. Für die Planung lässt sich der Ort daher aus mehreren Blickwinkeln betrachten – von Sammlungen und Baugeschichte bis zu Aktivitäten am Col du Bel Homme.
Museen: von Fossilien bis Schreibmaschinen
Das Musée des Fossiles & Minéraux besitzt fast 3.000 Fossilien- und Mineralienstücke; viele davon stammen aus der Region. Dazu passt ein besonderer Fund aus Canjuers oberhalb von Bargemon: Das Museum zeigt ein dort entdecktes Dinosaurierexemplar. Die Sammlung verbindet damit lokale Fundgeschichte mit einem breiten Blick auf Fossilien und Mineralien.
Einen ganz anderen Schwerpunkt setzt das Musée de la Mécanographie. Seine Abteilung für Schreibmaschinen umfasst rund 100 Stücke und reicht über mehr als ein Jahrhundert. Wer sich für Technik- und Sammlungsgeschichte interessiert, findet hier ein Thema, das sich deutlich von der geologischen Ausrichtung des Fossilien- und Mineralienmuseums unterscheidet.
Kapellen, Kirchen und Bargemons Geschichte
Die Musée-Galerie Honoré Camos befindet sich in der ehemaligen Chapelle Saint-Etienne aus dem 11. Jahrhundert. Ihre Darstellung der Geschichte Bargemons umfasst das religiöse Erbe, wirtschaftliche Tätigkeiten, lokale Persönlichkeiten und den Maler Honoré Camos. Kunst, Ortsgeschichte und die frühere Nutzung des Gebäudes kommen hier zusammen.
Auch die Chapelle Notre-Dame de Montaigu hat mehrere historische Bezüge. Sie entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Kapelle der Weißen Büßer und erhielt 1635, nach der Anerkennung eines Wunders, den Namen Notre-Dame de Montaigu. Zugleich ist sie in das Verteidigungssystem Bargemons eingebunden und an ein ehemaliges Stadttor angebaut. Die Kapelle beherbergt ganzjährig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler oder thematische Ausstellungen; das Programm kann wechseln.
Davon zu unterscheiden ist die Pfarrkirche Saint-Etienne: Ihr Bau begann 1400 und endete 1427, dem Jahr ihrer Weihe. Die verschiedenen Gebäude erzählen also nicht eine einzige Baugeschichte, sondern führen durch unterschiedliche Zeiten und Funktionen. Im Ortszentrum verläuft außerdem die „ronde des musées“ an Brunnen und schattigen Plätzen vorbei.
Mühlen und regionale Erzeugnisse
Die Mühlen bieten weitere Anknüpfungspunkte, von Baugeschichte bis Verkostung. Die kommunale Moulin du Pré du Conduit wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer Getreidemühle errichtet. Ihre Steinmühle ist weiterhin in Betrieb.
Die Moulin de Bargemon bietet während der Öffnungszeiten des Ladens Führungen auf Englisch und Französisch an, und zwar ohne vorherige Anmeldung. Die Moulin à huile du XVIIIe siècle bietet Olivenölverkostungen an. Da sich Öffnungszeiten und Serviceangaben ändern können, prüfen Sie die aktuellen Besuchsdetails vor der Planung.
Ausblicke und Bewegung am Col du Bel Homme
Der Col du Bel Homme eröffnet Ausblicke auf das Mittelmeer sowie auf die Massive Maures und Esterel. Der Pass wird von Radfahrern, Spaziergängern und Anhängern des freien Fliegens genutzt. Damit stehen dort verschiedene Formen der Bewegung und des Aufenthalts im Freien nebeneinander; die Aussicht ist ein gemeinsamer landschaftlicher Bezugspunkt.
Vom Col aus ist eine Orientierungstafel auf 1.032 Metern Höhe erreichbar. Sie liegt nicht zwangsläufig am Pass selbst. Ein weiterer konkreter Ortsbezug ist der Rundkurs „Les villages perchés de l'Est varois – Circuit 09“: Sein Abschnitt in Bargemon führt vom Parkplatz Place Moreri in Richtung Ortszentrum.
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