Draguignan bietet unterschiedliche Zugänge zu Kultur und Landschaft: vorgeschichtliche Zeugnisse, Gedenkorte, Museen, digitale Kunstangebote und Wege mit verschiedenen Aussichtspunkten. Für Ihre Planung können Sie danach entscheiden, ob historische Themen, Sammlungen, ein Gipfel oder Naturbeobachtung den Schwerpunkt bilden sollen.
Geschichte und Erinnerung
Die Pierre de la Fée ist ein Dolmen, der auf 2.500 v. Chr. datiert wird und als Monument historique geschützt ist. Einen anderen historischen Bezug setzt das Rhone American Cemetery and Memorial. Dort befinden sich die Gräber von 861 amerikanischen Soldaten, darunter 62 Unbekannten, die während der Kämpfe von 1944 starben. Eine Mauer der Vermissten nennt 294 Amerikaner, deren Leichen nie gefunden oder identifiziert wurden. So stehen ein vorgeschichtlicher Zeitbezug und das Gedenken an die Kämpfe von 1944 als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Museen, Kunst und Stadtgeschichte
Die ethnografischen Sammlungen des Musée des Arts et Traditions Populaires dokumentieren landwirtschaftliche, industrielle, religiöse und festliche Tätigkeiten sowie lokales Know-how des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Musée de l’Artillerie ist vollständig für die Öffentlichkeit geöffnet und behandelt die menschliche und technische Geschichte der Artillerie von 1324 bis heute. Seine Sammlung umfasst alte und moderne Kanonen, Munition, Rekonstruktionen, Uniformen und Einzelwaffen. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Musée des Beaux-Arts de Draguignan: Es widmet sich den bildenden Künsten und trägt das Label Musée de France. Die Themen reichen damit von Alltags- und Festkultur über Artilleriegeschichte bis zur bildenden Kunst.
Der digitale Rundgang durch das Quartier des Arts nutzt QR-Codes an Gebäuden, um die lokale Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu vermitteln. Bei der Micro-Folie in Draguignan können Besucher die Sammlungen selbstständig mit einem Tablet erkunden, das mit einer großen Leinwand verbunden ist. Dazu gehört ein virtuelles Museum mit mehr als 3.200 digitalisierten Kunstwerken in sehr hoher Auflösung. Auch die Tour de l’Horloge verbindet ein Kulturdenkmal mit einem Ausblick: Das historische Monument ist 24 Meter hoch, über 79 Stufen erreichbar und bietet einen Panoramablick auf die Landschaft der Dracénie. Da sich die Besuchsmodalitäten ändern können, prüfen Sie diese am besten vorab.
Wege, Aussicht und Natur
Die benannten Wege unterscheiden sich nach ihren Zielen und Aussichtspunkten. Der Sentier le toit du Malmont führt auf den 604 Meter hohen Gipfel des Malmont. Der Sentier des arbousiers hat zwei Aussichtspunkte; einer davon bietet einen Blick auf Draguignan. Beim Sentier botanique befindet sich auf 500 Metern Höhe eine Orientierungstafel mit einem Panorama von der Bucht von Fréjus bis zu den Gipfeln des Massif des Maures. Bei klarer Sicht reicht der Blick außerdem bis zum Mittelmeer. Ein Spaziergang am Ufer der Nartuby zwischen La Clappe und La Granégone ermöglicht die Beobachtung einer bemerkenswerten Tier- und Pflanzenwelt. So können Sie zwischen einem Gipfelziel, dem Blick auf Draguignan, einem weiten Panorama und Naturbeobachtung abwägen.
Märkte und regionale Produkte
Die Lebensmittel- und Nichtlebensmittelmärkte finden jeden Mittwoch- und Samstagvormittag auf der Place du Marché, in der Rue Pierre Clément und am Boulevard Jean-Jaurès statt. Prüfen Sie den Zeitplan vor der Anreise. Für Erwachsenengruppen ab zehn Personen bietet das Musée des Arts et Traditions Populaires außerdem thematische Führungen mit Verkostungen regionaler Produkte an.
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