La Bastide liegt am Fuß des Mont Lachens, der mit 1.715 m als höchster Gipfel des Var gilt. Für einen Aufenthalt stehen zwei unterschiedliche Themen nebeneinander: Wanderungen in den Berglandschaften und die Geschichte des Dorfes. Im Ort selbst trennt die D21 Unter- und Oberdorf. Damit erhalten Sie eine klare Orientierung für die Planung: Die Wanderungen haben eigene Startpunkte und Landschaftsbilder, während Kirche, ehemaliges Schloss und Waschhaus den historischen Schwerpunkt bilden.
Wandern am Brouis oder zum Sommet de Lachens
Die Wanderung „Le tour du Brouis“ beginnt und endet am Col de Clavel zwischen La Bastide und La Martre. Der Ausgangspunkt liegt vom Dorf aus 2 km entfernt und ist über die D21 in Richtung Logis du Pin erreichbar. Der Weg erschließt den Berg Brouis mit seinen alten, bemerkenswerten Wäldern und abgelegenen Lichtungen. Offene Landschaften und Ausblicke auf die umliegenden Gipfel wechseln sich mit den bewaldeten Abschnitten ab. So ist der Weg durch unterschiedliche Landschaftsbilder geprägt.
Die Wanderung „LA BASTIDE – Sommet de Lachens“ beginnt am Kirchenplatz und folgt zunächst dem GR®49 mit weiß-roter Markierung bis zum oberen Ortsrand. Das Ende des asphaltierten Abschnitts liegt 300 m vom Ausgangspunkt entfernt. Die Route führt zu einer Orientierungstafel auf 1.685 m und endet an einem Gipfel direkt gegenüber dem 1.715 m hohen höchsten Punkt des Mont Lachens. Die Höhen beziehen sich auf verschiedene Punkte: 1.685 m auf die Tafel und 1.715 m auf den höchsten Punkt des Mont Lachens.
Für die Wahl zwischen den beiden Wanderungen zählen unterschiedliche Details: Beim Brouis steht der Wechsel von Wald, Lichtungen und offenen Ausblicken im Vordergrund. Bei der Route zum Sommet de Lachens sind der Start am Kirchenplatz, die GR®49-Markierung und die Höhenbezüge prägnante Orientierungspunkte. Beide Wege lassen sich dadurch nach ihren jeweils benannten Ausgangspunkten und Landschaftsmerkmalen unterscheiden.
Kirche, Siedlungsgeschichte und Architektur
Die Kirche Sainte-Madeleine steht auf einer Hügelkuppe im Ortszentrum, nahe dem ehemaligen Schloss, das heute als Rathaus genutzt wird. Die heutige Kirche wurde vermutlich 1676 errichtet; eine Pastoralvisitation vom 9. und 10. Oktober 1703 stützt diese Datierung. Ihr Baukörper umfasst ein einziges, kreuzgratgewölbtes Kirchenschiff, einen flachen Chorabschluss und ein vergoldetes Retabel am Hauptaltar.
Auch die frühe Siedlungsgeschichte hat mehrere Bezeichnungen: Die ersten urkundlichen Erwähnungen des „bourg castral de la Bastide d’Esclapon“, auch „castrum de Bastida“ genannt, stammen aus der Zeit von 1232 bis 1244; ein Eintrag datiert auf 1235. Zusammen mit der Lage der Kirche nahe dem früheren Schloss ergeben diese Namen und Daten einen eigenen historischen Schwerpunkt neben den Wanderungen. Die kirchlichen Baumerkmale bieten dazu einen konkreten Blick auf die Architektur: das Gewölbe des Schiffs, den flachen Abschluss des Chors und den vergoldeten Altaraufsatz.
Das Fontaine-lavoir du bas
Das Fontaine-lavoir du bas ergänzt die Ortsgeschichte um ein überdachtes Waschhaus mit drei Becken: zum Spülen, Waschen und für besonders stark verschmutzte Wäsche. Ein ovales Becken wurde aus einem monolithischen Block herausgearbeitet. Das Waschhaus wurde 1926 restauriert. Hier stehen die praktische Nutzung der drei Becken und ein markantes bauliches Detail nebeneinander: Der einzelne Steinblock gibt dem ovalen Becken seine Form, während die drei Becken unterschiedliche Waschfunktionen erfüllen.
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