Die Promenade des Annamites nutzt eine ehemalige industrielle Bahntrasse: Der 5,50 Kilometer lange, blau markierte Wanderweg macht eine frühere Funktion des Viertels als heutige Route erlebbar. Er ist ganzjährig täglich kostenlos zugänglich. Daneben geben der Hafen, eine Arbeitersiedlung und historische Orte dem Reiseziel ein klares Profil. Wer Les Bormettes für einen Aufenthalt erwägt, kann so Kulturgeschichte und konkrete Wanderoptionen in den Blick nehmen.
Hafen und Wege im Vergleich
Der Port Maravenne, auch Bassin des Bormettes genannt, ist ein öffentlicher Hafen mit Liegeplätzen ausschließlich für motorisierte Sportboote. Zwei Slipanlagen für Boote befinden sich oberhalb und unterhalb des Hafens. Diese Details zeichnen den Hafen als Ort mit klarer maritimer Funktion; sie sagen zugleich genau, welche Art von Boot dort Liegeplätze hat.
Auch die Streckenlängen lassen sich konkret gegenüberstellen: Die Promenade des Annamites ist 5,50 Kilometer lang. Für 2026 führt ein Weinbergsspaziergang am Château des Bormettes über ausgeschilderte Rundwege von 2 bis 5 Kilometern durch Weinberge mit Blick aufs Meer. Die Rundwege sind damit kürzer als die Promenade. Besuchsmodalitäten für den Spaziergang können sich ändern; prüfen Sie diese vorab.
Château und Weinbaugeschichte
Das Château des Bormettes wurde zwischen 1588 und 1642 von den Kartäusern von La Verne als landwirtschaftliche Bastide erbaut. Es gilt als das erste bekannte Weingut des Gebiets. Von öffentlichen Straßen aus ist das Château sichtbar; besichtigt werden kann es ausschließlich im Rahmen geplanter Führungen oder von Gruppen nach vorheriger Anfrage beim Domaine du Château des Bormettes. Prüfen Sie vor einer Besichtigung die aktuellen Besuchsmodalitäten.
Les Bormettes lässt sich als historischer Kern von La Londe-les-Maures betrachten. Eine menschliche Besiedlung ist seit der Antike belegt und könnte möglicherweise bis in die Eisenzeit zurückreichen. So reicht die Ortsgeschichte weit über die heute sichtbaren Gebäude und die industrielle Entwicklung hinaus.
Arbeitersiedlung und Industriegeschichte
Die Arbeitersiedlung im Stil eines Corons entstand zwischen 1913 und 1920 für die Beschäftigten der Schneider-Rüstungsfabrik. Sie gilt als seltenes Beispiel eines Corons im Mittelmeerraum und ist weiterhin bewohnt. Die Fabrik in Les Bormettes wurde 1912 zur Herstellung von Torpedos eingerichtet. Ihr Gelände ist privat und nicht öffentlich zugänglich; die Geschichte der Beschäftigten lässt sich jedoch über die Wohnsiedlung und die angebotenen Kulturführungen kennenlernen.
Die Führung „Malaquais et les Javanais aux Bormettes“ vermittelt das Alltagsleben der Bergleute und der Beschäftigten der Schneider-Fabrik durch literarische Lesungen und Archivbilder. Eine andere Möglichkeit, das Erbe des Viertels kennenzulernen, bietet die Baludik-Erlebnistour „Escapade temporelle aux Bormettes“. Sie führt durch das historische Viertel und widmet sich dessen Kulturerbe sowie wichtigen Persönlichkeiten der Lokalgeschichte. Für Führungen können sich Buchungsmodalitäten ändern; bei der Baludik-Tour kann die digitale Verfügbarkeit variieren. Prüfen Sie beides vorab.
Gedenkorte im Viertel
Die Stèle des Bormettes ist eine Gedenkstation am kommunalen Chemin de la Mémoire. Sie erinnert an das Opfer von vier Kindern aus dem Viertel, die während des Zweiten Weltkriegs für Frankreich starben. Im gesamten Jahr 2026 ist die Stèle täglich und kostenlos geöffnet. Der Gedenkort ergänzt die Führungen und die Arbeitersiedlung um einen konkreten Bezug zur Erinnerungsgeschichte des Viertels.
Von der Promenade des Annamites aus ist auf der Seite des Viertels Les Bormettes der Standort des Hôpital des Bormettes sichtbar. Zusammen mit dem ehemaligen Industriebahnweg zeigt dieser Blick, wie sich einzelne Orte und historische Themen in der Beschäftigung mit Les Bormettes wiederfinden – vom Wandern über die Industriegeschichte bis zum Gedenken.
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