Plan-D'aups-Sainte-Baume bietet mehrere unterscheidbare Schwerpunkte: den mittelalterlichen Chemin des Roys und Wege zur Grotte, Naturflächen der Sainte-Baume sowie historische Orte und Ausstellungen. Für die Wanderplanung ist der Unterschied zwischen den kurzen Zugängen zur Grotte und einer schwierigen, vierstündigen Rundwanderung besonders hilfreich.
Wald und Natur bewusst einordnen
Der staatliche Wald der Sainte-Baume erstreckt sich über mehr als 2.000 Hektar. Seine Untervegetation weist eine sehr hohe Biodiversität auf. Das empfindliche Naturgebiet La Brasque umfasst 88 Hektar und wird für den öffentlichen Empfang sowie zum Schutz und zur Erhaltung des Gebiets bewirtschaftet. Die Flächen geben Naturinteressierten unterschiedliche Größenordnungen als Orientierung: einen weitläufigen Wald und ein kleineres, empfindliches Gebiet mit eigenem Pflegeauftrag.
Wege zur Grotte und zum Panorama
Der Chemin des Roys beginnt in der Nähe des Parkplatzes Trois Chênes und führt in etwa 45 Minuten bis einer Stunde zur Grotte. Der GR 9 und der Chemin du Canapé sind in der Nähe der Hostellerie erreichbar und bieten einen alternativen Zugang zur Grotte; die Gehzeit beträgt etwa 30 bis 45 Minuten. Die Zeitfenster überschneiden sich am 45-Minuten-Punkt und liegen damit deutlich näher beieinander als die Gehzeit der Rundwanderung zum Pic de Bertagne.
Der mittelalterliche Chemin des Roys wurde 1295 eröffnet und ist von sieben Oratorien gesäumt. Wer eine längere Wanderung plant, findet in der Route zum Pic de Bertagne eine schwierige Rundwanderung von vier Stunden über 9,9 Kilometer. Sie bietet ein Panorama vom Mittelmeer bis zu den Alpen. Waldbrandbeschränkungen können den Zugang beeinflussen; prüfen Sie daher vor dem Aufbruch die aktuelle Zugänglichkeit.
Auch die Allée Royale bietet eigene Aussichtspunkte: Von dort sehen Sie die Felsen der Sainte-Baume, die Grotte der Marie-Madeleine und die Chapelle du Saint-Pilon. Auf der Allée Royale stehen außerdem zwei Picknicktische zur Verfügung, die an die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst sind. Von der Chapelle du Saint-Pilon reicht der 360-Grad-Blick über das Mittelmeer bis ins provenzalische Hinterland.
Pilgergeschichte und Kulturerbe
Das Heiligtum der Sainte-Baume, einschließlich der Grotte der Marie-Madeleine und der Chapelle du Saint-Pilon in Plan-D'aups-Sainte-Baume, wurde durch Erlass vom 24. Juli 2025 als Monument historique eingetragen. Die Verbindung aus Grotte und Kapelle macht diesen Ort zu einem konkreten Anlaufpunkt für alle, die sich für das religiöse und historische Erbe der Sainte-Baume interessieren.
Weitere bauliche und archäologische Details ergänzen dieses Bild: Die Chapelle des Parisiens, auch Chapelle des Morts genannt, wurde 1636 erbaut und 2007 restauriert. Der Altarstein der Heiligen Jungfrau in Plan-D'aups-Sainte-Baume stammt aus einem gallorömischen Tempel, der den Göttinnen geweiht war, die das Wasser von Plan-d'Aups schützten. Das ehemalige Kloster Béthanie wurde an einer Felswand errichtet.
Ausstellungen und Bildungsangebote
Im ehemaligen Kloster Béthanie werden christliche Bildungssitzungen für alle Altersgruppen angeboten; sie stehen Familien und Gruppen offen. Da sich die Teilnahmebedingungen ändern können, prüfen Sie vorab, was für Ihren Besuch gilt. Der Espace Le Corbusier zeigt originale Skizzen mit der Unterschrift Le Corbusiers. Im Espace Tourisme et Découverte de la Sainte-Baume – CIAP erwartet Sie eine dauerhafte, spielerische Ausstellung zum historischen und natürlichen Erbe des Sainte-Baume-Massivs. Zugangsdetails können sich ändern; informieren Sie sich dazu vor Ihrem Besuch.
Weitere Reiseziele entdecken: Mazaugues, Bandol, Pourrières, Bargème, Rayol-Canadel-Sur-Mer, Cogolin, Seillans, Flayosc.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Var.