Ein Museum im Arsenal, ein Gipfel auf 584 Metern und Küstenorte mit ganz unterschiedlichem Charakter geben Toulon mehrere mögliche Schwerpunkte für eine Reise. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zunächst überlegen, ob Sie vor allem Museen und Geschichte, Wege am Meer oder einen Ausflug zum Mont Faron einplanen möchten. Die Sehenswürdigkeiten setzen jeweils eigene Akzente – von der maritimen Vergangenheit der Stadt bis zu Kunstsammlungen und Landschaften am Wasser.
Museen zwischen Arsenalgeschichte und Kunst
Das Musée national de la Marine öffnete 1814 im Arsenal von Toulon und war das erste maritime Museum, das in Frankreich eröffnet wurde. Seine Sammlung umfasst Modelle, Maquetten, Reliefpläne, Gemälde und wissenschaftliche Instrumente. Sie behandelt sowohl die menschliche und technische Geschichte des Arsenals als auch das militärische Schicksal des Hafens. Damit verbindet das Museum unterschiedliche Perspektiven auf Toulons maritime Vergangenheit.
Einen anderen Schwerpunkt bietet das Musée des arts asiatiques in der Villa Jules Verne am Touloner Ufer Frédéric Mistral, nahe dem Fort Saint Louis. Seine Dauerausstellungen sind nach geografischer Herkunft geordnet. Das Musée d’art de Toulon wiederum konzentriert sich mit seiner Sammlung alter und moderner Kunst auf Landschafts- und Marinemalerei. Wer Kunst und Geschichte in die Reise einbeziehen möchte, findet so drei klar unterscheidbare Themen: Arsenal und Hafen, geografisch geordnete Dauerausstellungen sowie Landschafts- und Marinemalerei.
Auf den Höhen von Toulon erinnert das Mémorial du Débarquement et de la Libération en Provence an die Operation vom 15. August 1944. Eine Dauerausstellung widmet sich den Ereignissen der Landung und den Folgen der Operation. Das Memorial ergänzt damit die Museumsthemen um einen konkreten historischen Bezug, ohne denselben Schwerpunkt wie die Sammlungen zur Kunst oder zur Geschichte des Arsenals zu setzen.
Mont Faron, Küstenwege und Buchten
Die Téléphérique du Faron verbindet Toulon mit dem Gipfel des Mont Faron, der 584 Meter hoch liegt. Mit der Seilbahn erreichen Sie den Gipfel in sechs Minuten; von dort ermöglicht sie den Zugang zu den Wanderwegen am Mont Faron. Das ist ein anderer Tagesakzent als ein Museumsbesuch oder ein Aufenthalt an der Küste. Prüfen Sie für Ihre Planung den Fahrplan, denn Betriebszeiten können sich ändern.
An der Küste unterscheiden sich die Orte ebenfalls: Die Plages du Mourillon umfassen vier Buchten, mit insgesamt 19 Hektar, die zum Baden vorgesehen sind. Die Anse Méjean hat einen Strand mit weißem Sand und Fischerhütten. Im Parc paysager de la Tour Royale führen Wege an Bäumen vorbei; dort ist außerdem ein U-Boot ausgestellt, und der Park bietet Ausblicke auf die große Bucht von Toulon. So lässt sich der Küstenschwerpunkt je nach Interesse eher auf die Buchten, eine Landschaft mit Fischerhütten oder Wege und Ausblicke im Park legen.
Zum Sentier du Littoral in Toulon gehört die Route „Sur les traces des contrebandiers“. Das Sentier der Métropole umfasst 17 verschiedene Routen entlang von insgesamt 47 Kilometern Küste; eine dieser Routen führt durch Toulon. Die 47 Kilometer beschreiben also die Küste, entlang der sich das Routennetz erstreckt, nicht eine einzelne Wanderung durch Toulon. Wenn Sie eine Route einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsbedingungen.
Marché du cours Lafayette: Markt und Cade
Der Marché du cours Lafayette liegt in der Altstadt und erstreckt sich über einen Kilometer. Vormittags werden dort Lebensmittel angeboten, nachmittags findet ein Jahrmarkt statt. Zum Angebot zählen Obst, Gemüse, Oliven, Käse, Wurstwaren, frischer Fisch und Gewürze. Der Markt kann damit einen eigenen Platz in der Tagesplanung einnehmen, neben Museen, Küstenwegen oder einem Ausflug zum Mont Faron.
Eine Touloner Spezialität ist Cade: Sie wird aus Kichererbsenmehl hergestellt und über dem Holzfeuer gebacken. Ein Stand des Marché du cours Lafayette bietet sie an; einzelne Stände und die verfügbaren Waren können sich ändern. Wenn Sie bestimmte Produkte oder Cade probieren möchten, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Marktangebot.
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