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Ein Zierbecken aus fast 55.000 farbigen Tonziegeln gibt dem Jardin Romain in Caumont-Sur-Durance ein konkretes archäologisches Profil. Auf der Colline de Piécaud stehen dagegen Panorama, Wanderung und Vogelbeobachtung im Vordergrund. Die unterschiedlichen Schwerpunkte helfen bei der Frage, ob Sie eher Gartengeschichte oder Naturerlebnis suchen.

Römische Gartengestaltung im Jardin Romain

Der Jardin Romain ist ein restaurierter und gestalteter gallorömischer Garten auf dem Gelände einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert. Der rekonstruierte Garten umfasst 12.000 m² und acht thematische Gärten; der Zugang ist kostenlos. Die Gesamtfläche und die Themenbereiche vermitteln den Maßstab der Anlage, während das Zierbecken ein präzise umrissenes archäologisches Detail hervorhebt.

Das Zierbecken misst 65 Meter in der Länge und 3,20 Meter in der Breite. Es ist mit fast 55.000 farbigen Tonziegeln im Opus spicatum ausgelegt und gilt als das größte bislang bekannte Zierbecken Galliens. Ausmaß, Material und Verlegetechnik bieten einen konkreten Anknüpfungspunkt für alle, die sich für römische Gartengestaltung interessieren. Die Länge entspricht gut dem Zwanzigfachen der Breite; so wird die langgestreckte Form des Beckens greifbar.

Aussicht und Natur auf der Colline de Piécaud

Die Orientierungstafel auf der Colline de Piécaud bietet einen Panoramablick auf den Mont Ventoux, die Alpilles, die Durance und die landwirtschaftlich genutzte Ebene. Die Colline mit dem Sentier de la Garance bietet außerdem eine Wanderung mit außergewöhnlichem Panorama und eignet sich für Natur- und Ornithologieinteressierte. Auch Zugvögel lassen sich dort beobachten.

Wegen ihrer reichen Biodiversität ist die Colline de Piécaud als «Espace Naturel Sensible» ausgewiesen. Falls diese Einstufung für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab ihren aktuellen Stand. So stehen am Jardin Romain die rekonstruierte Gartenanlage und ihr römischer Kontext im Mittelpunkt, während auf der Colline Landschaft, Wanderung und Vogelbeobachtung den Schwerpunkt bilden.

Fest und Busverbindung

Das Fest der Demoiselle wird in Caumont-Sur-Durance jedes Jahr am dritten Sonntag im September gefeiert. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie das Programm für den betreffenden Termin.

Orizo verbindet Avignon und Caumont-Sur-Durance mit den Buslinien 22 und 907. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und die Linienführung, da Routen und Zeiten vom Betreiber abhängen.

Nougatbesichtigung nach Vereinbarung

Die Confiserie LAURMAR zwischen Avignon und L’Isle-sur-la-Sorgue bietet Besichtigungen nach Vereinbarung an. Dabei können Sie die traditionelle Herstellung provenzalischen Nougats verfolgen. Dieser Einblick ins Lebensmittelhandwerk setzt einen anderen Akzent als Gartenanlage und Colline. Stimmen Sie den Besuch vorher ab und bestätigen Sie die Verfügbarkeit vor der Anreise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vaucluse.

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