Zum Inhalt

Ein Aussichtspunkt auf 558 Metern und Fresken aus der österreichischen Besatzungszeit von 1814 zeigen zwei Seiten von Ville-Sur-Jarnioux: die Landschaft und die Geschichte seiner Sakralbauten. Wer den Ort auswählt, kann die Reise an Aussicht, Baugeschichte und Aktivitäten im Freien ausrichten.

Panorama und Landschaft

Ville-Sur-Jarnioux liegt im Gebiet der Pierres Dorées im Beaujolais. Von den Anhöhen des Dorfes bietet sich ein Panoramablick über die Saône-Ebene; bei klarer Sicht können auch die Alpen und der Mont Blanc sichtbar sein. Die Sicht auf diese Fernziele hängt vom Wetter ab. Am Crêt du Py befindet sich auf 558 m ein Aussichtspunkt. Der Crêt du Py wird als ehemaliger gallischer Tumulus beschrieben. So kommen eine weite Landschaftsperspektive und die historische Deutung des Crêt du Py als unterschiedliche Interessen ins Spiel.

Kirchenarchitektur mit mehreren Zeitschichten

Die Église Saint-Martin stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Im Chor befinden sich österreichische Fresken aus der Besatzungszeit von 1814. Kirchenschiff und Seitenkapellen sind mit Kreuzgratgewölben versehen. Die Datierung des Gebäudes und die Fresken gehören somit zu unterschiedlichen Zeitschichten: Die Kirche wird dem 14. und 15. Jahrhundert zugeordnet, die Fresken der Besatzungszeit von 1814. Die Gewölbe geben einen weiteren konkreten Blick auf die Architektur von Schiff und Seitenkapellen.

Besuche in den Kapellen planen

Die Chapelle Saint-Roch wurde 1522 erbaut, ist aber nicht regulär besichtigbar. Besuche sind nur für Gruppen nach Vereinbarung möglich. Die Chapelle Saint-Clair stammt aus dem 15. Jahrhundert und kann ganzjährig ebenfalls nur von Gruppen nach Vereinbarung besucht werden. Klären Sie die Besuchsbedingungen für beide Kapellen vor Ihrer Reise; bei Saint-Clair gilt die Gruppenregel ausdrücklich das ganze Jahr über.

Religiöse Orte und Überlieferung

Die Einsiedelei St. Abram stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zu ihr gehört eine heilige Quelle, der in lokaler Tradition eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Ein eigener historischer Bezug betrifft die Sources sacrées: Sie werden mit Pilgern in Verbindung gebracht, die dort Linderung bei Augenbeschwerden suchten. Diese Überlieferungen ergänzen den Blick auf die Bauwerke um unterschiedliche religiöse und lokale Traditionen.

Spazierwege und Trockenmauerbau

Der Chemin du Tacot wird in Ville-Sur-Jarnioux als Spazier- und Wanderweg hervorgehoben. Die Wegbedingungen können variieren; informieren Sie sich vor dem Aufbruch über den aktuellen Zustand. Die Voie du Tacot verläuft auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, die Villefranche mit Tarare verband. Die beiden Tacot-Bezeichnungen geben so unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Der Chemin steht für Spaziergänge und Wanderungen, die Voie für die Geschichte einer früheren Bahnverbindung.

Im Atelier pierres werden seit 2004 monatliche Einführungskurse in der Technik des Trockenmauerbaus angeboten; Ausrüstung wird verliehen. Wenn Sie Ihre Reise auf einen Kurs ausrichten möchten, prüfen Sie vorab Termine und Teilnahmeabsprachen.

Geocaching mit lokalem Bezug

Gnolus ist als kostenlose Geocaching-Schatzsuche im Département Rhône konzipiert. Ein kommunaler Hinweis vom 10. April 2025 stellte den Parcours Tic, Tac, Cadole in Ville-Sur-Jarnioux als Möglichkeit vor, nach Yookâ zu suchen. Dabei sind zwei Ebenen zu unterscheiden: Gnolus ist die im Département Rhône angelegte Schatzsuche, während der Hinweis den Parcours mit der Suche nach Yookâ in Ville-Sur-Jarnioux verbindet.

Weitere Reiseziele entdecken: Tarare, Taluyers, Mornant, Saint-Germain-Nuelles, Collonges-Au-Mont-D'or, Millery, Orliénas, Vauxrenard.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhône.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.