Zum Inhalt

In Mâcot-La-Plagne stehen Bergbaugeschichte, sakrale Kunst und Bewegung im Freien als unterschiedliche Entdeckungsfelder nebeneinander. Ein konkretes Kulturthema ist das Hauptretabel der Église Saint-Nicolas: Der piemontesische Bildhauer Delponte schuf es 1806. Die barocke Darstellung zeigt unter dem Gemälde der Mariä Himmelfahrt die Heiligen Nikolaus und Josef. Das Retabel befindet sich im Chor der Kirche. Künstler, Entstehungsjahr und Figuren geben dem Werk einen klar umrissenen kunsthistorischen Schwerpunkt.

Kirchen und Kapellen: konkrete Zeitmarken

Auch die Architektur der Église Saint-Nicolas erzählt von Veränderungen über die Zeit. Ihr Glockenturm wurde 1794 beschädigt und zwanzig Jahre später in derselben Architektur wiederaufgebaut. Dazu gehören ein kaiserliches Dach und zwei Kuppeln. Die Chapelle Saint-Grat gilt wahrscheinlich als älteste Kapelle des Dorfes. Spuren deuten darauf hin, dass sie im späten Mittelalter, noch vor der Entwicklung des Dorfes, als Kirche genutzt wurde. Die vorsichtige Einordnung macht sie zu einem eigenen Thema der Ortsgeschichte, ohne aus der überlieferten Vermutung Gewissheit zu machen.

Weitere Kapellen setzen zusätzliche Daten: Die Chapelle Saint-Blaise-et-Saint-Guérin in Sangot bestand bereits 1594. Die Chapelle Saint-Sébastien stammt aus dem Jahr 1628 und wird auch Chapelle de la Salette genannt. Wer sich für sakrale Kunst und lokale Geschichte interessiert, kann so verschiedene Bauwerke und Zeitabschnitte auseinanderhalten, statt die Ortsgeschichte auf ein einzelnes Denkmal zu verkürzen.

Bergbaugeschichte und Orientierungswege

Auf dem Sentier des mineurs de Mâcot können Besucher die Geschichte des Bergbaus und die Überreste der Mine entdecken. Der Weg ist von der Mehrzweckhalle in Mâcot aus zugänglich. Zur Bergbaugeschichte gehört auch die Anthrazitmine Lequenay, die ebenfalls Lequerray genannt wird. Sie wurde von 1848 bis 1960 ausgebeutet; die Konzession Lequenay war die größte von drei Anthrazitkohlekonzessionen in Mâcot. Damit erhält das Thema einen konkreten historischen Zeitraum und einen klaren Bezug zum Ort.

Für eine andere Form der Orientierung gibt es den Parcours „Patrimoine Macot“. Er steht allen offen, ist kostenlos und für Familien mit Kindern geeignet. Seine zehn Kontrollpunkte sind im Dorf verteilt. Der blaue Orientierungs- und Sportwanderkurs in Mâcot-La-Plagne setzt andere messbare Angaben: Er ist 4 Kilometer lang, umfasst 385 Höhenmeter und hat fünf Kontrollpunkte. Der Kurs ist kostenlos und ganzjährig täglich frei zugänglich. Bei der Planung können Sie die Formate anhand der tatsächlich benannten Merkmale unterscheiden: Beim Parcours Patrimoine Macot stehen Zahl und Verteilung der Kontrollpunkte im Vordergrund, beim blauen Kurs zusätzlich die Länge und der Höhenunterschied. Eine Schwierigkeitseinstufung lässt sich aus der blauen Bezeichnung nicht ableiten.

Freizeit am Wasser und Anreise

Die Base de loisirs des Versants d'Aime, auch „plan d'eau de Mâcot“ genannt, bietet einen familienfreundlichen Strand, Tretboote, eine große transparente Wasserlaufkugel und einen frei zugänglichen Bereich mit spielerischen Wasserfontänen. Für die Anreise ist die Basis mit dem Auto erreichbar. Über die Voie Verte entlang der Isère gelangen Sie auch mit dem Fahrrad, zu Fuß, auf Rollschuhen oder mit dem Tretroller dorthin. Eine kostenlose Shuttleverbindung fährt ab Plagne Centre, kann aber nur nach vorheriger Reservierung genutzt werden. Am Parkplatz gibt es reservierte Stellplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Bei der Suche nach einem Hotel für einen Aufenthalt in Mâcot-La-Plagne können diese unterschiedlichen Schwerpunkte Ihre Destinationswahl leiten: sakrale Kunst und Bergbaugeschichte, Orientierungswege oder Freizeit am Wasser. Überlegen Sie zuerst, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Weitere Reiseziele entdecken: Aussois, Saint-Marcel, Bellentre, Grésy-Sur-Isère, Le Pontet, Villarembert, Saint-Sorlin-Darves, Le Bois

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Savoie.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.