Saint-Bon gilt als Ursprungsdorf von Courchevel: Mit dem Bau eines ersten Hotels im Jahr 1908 begann dort die Geschichte des Wintersportorts. Courchevel 1850 steht für eine spätere Entwicklungsphase: Es war eines der ersten Wintersportgebiete, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit auf zuvor unbebautem Gelände entstanden. Ab 1946 wurden dort die ersten Bauten nach dem Gesamtplan des Städteplaners Laurent Chappis errichtet.
Kapellen, Kirche und Dorfarchitektur
Saint-Bon liegt auf etwa 1100 bis 1150 Metern Höhe. Gassen und alte Häuser prägen den Charakter des Bergdorfs. Die Chapelle Notre-Dame de l'Assomption in Courchevel 1850 liegt in Saint-Bon-Tarentaise und ist seit dem 17. Januar 2005 als historisches Denkmal eingetragen. In Le Freney befindet sich die Chapelle Sainte-Anne aus dem Jahr 1680; die Chapelle Saint-Bernard-des-Alpes in La Jairaz stammt aus der Zeit vor 1613. Die Chapelle Sainte-Marie-Madeleine in Le Praz geht auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde 1697 erweitert. Das Rathaus von Saint-Bon stammt aus dem Jahr 1870 und gilt als einzigartiges Beispiel neoklassizistischer sardischer Zivilarchitektur in der Tarentaise. Die Zeitangaben zeigen verschiedene Bauphasen: mittelalterliche Ursprünge, spätere Erweiterungen und ein Rathaus des 19. Jahrhunderts.
Die Kirche Saint Bon wurde im 17. Jahrhundert nach dem romanischen Grundriss eines früheren Gebäudes erweitert. Ihr Rosenkranzaltar, 1689 von Jean-Marie Molino geschaffen, zeigt in Form eines Rosenstocks die fünfzehn Mysterien. Im Zentrum steht eine vergoldete Holzstatue der Madonna mit Kind. Links im Kirchenschiff befindet sich außerdem der Altaraufsatz der armen Seelen im Fegefeuer. Bau und Ausstattung markieren unterschiedliche Zeitpunkte: Die Erweiterung gehört ins 17. Jahrhundert, das Altarwerk trägt das konkrete Datum 1689.
Brauchtum und Wege in Saint-Bon
Auch das Brauchtum ist an bestimmte Zeiten gebunden. Der Verein „L’Alambic Saint-Bonnais“ pflegt jeden Herbst die Tradition des Destillierens. Wenn Sie sich dafür interessieren, fragen Sie vorab nach den aktuellen Teilnahmemöglichkeiten. Bei der Madelon-Feier wird Ende Juli eine traditionelle savoyische Suppe zubereitet. Wer den Aufenthalt gezielt um das Fest plant, sollte die Termine vorher prüfen. In Saint-Bon-Le-Haut beherbergt der ehemalige Backofen heute die kommunale Brennblase.
Zwei unterschiedliche Orientierungspunkte bieten die Routen: Der Chemin du Paradis führt nach Saint-Bon-le-Haut; der Chemin des Travers lädt dazu ein, die Weiler von Saint-Bon zu entdecken. Der Mountainbike-Rundkurs „Tour de la vallée“ liegt 800 Meter vom Dorfeingang entfernt. Radfahrende sollen das Dorf für diese Runde durchqueren. Für die Wahl eines Aufenthaltsorts sind auch die Verbindungen zu den anderen Dörfern ein praktischer Aspekt: Kostenlose und regelmäßige Shuttlebusse verbinden Saint-Bon mit den anderen Dörfern von Courchevel. Prüfen Sie den Fahrplan, wenn Sie diese Verbindung einplanen.
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