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Dzegvi verbindet eine markante Lage am Fluss mit einer vielschichtigen Geschichte. Der Ort liegt am rechten Ufer des Mtkvari, am Zusammenfluss mit dem Khekorzi. Im 12. Jahrhundert war Dzegvi ein Katholikosdorf. Historische Straßen durch den Ort verbanden Unterkartli mit Oberkartli sowie das Tiefland mit den Bergen. Während der Mongolenherrschaft diente Dzegvi als Yam, also als Straßenstation. Diese Station und die älteren Straßenverbindungen geben dem Ort eine historische Verkehrsgeschichte, die neben den Kirchen und der Landschaft eine eigene Perspektive auf einen Aufenthalt eröffnet.

Mzcheta-Mtianeti, das übergeordnete Reiseziel, gilt als ganzjähriges Tourismusgebiet und umfasst wichtige historische, kulturelle und natürliche Denkmäler. In Dzegvi selbst richten sich die lokalen Anknüpfungspunkte auf die Flusslage, die früheren Verkehrsverbindungen und die kirchlichen Bauwerke.

Flusslandschaft und Dzegvi-See

Die Landschaft am Wasser zeigt sich auch am Dzegvi-See: Das tiefer gelegene Reservoir ist von sanften Hügeln Kartlis umgeben. In den Feuchtgebieten ziehen verschiedene Vogelarten an; sie bieten Möglichkeiten zur Naturbeobachtung. Das weitgehend flache Gelände rund um den See eignet sich für entspannte Spaziergänge und Picknicks, für die keine besondere Wanderausrüstung nötig ist. Damit stehen am See andere Aktivitäten im Vordergrund als bei einem Besuch der kirchlichen Anlagen: Naturbeobachtung und Zeit im Freien lassen sich hier mit einem ruhigen Spaziergang verbinden.

Kirchen und historische Bauwerke

Der Tsikhedidi-Komplex umfasst mehrere unterschiedliche Bestandteile: einen Turm, eine Weinpresse, die Marienkirche, einen Glockenturm und die Theodorskirche. Gerade diese Kombination macht den Komplex als Ensemble interessant: Neben Kirchen gehören auch Bauwerke mit anderen Funktionen dazu. Die Dreifaltigkeitskirche von Dzegvi ist ein Denkmal aus dem 17. Jahrhundert. An ihrer Ostfassade ist eine siebenzeilige Inschrift in Mkhedruli erhalten, die Catholicos Nikoloz Amilakhvari nennt. Die Kirche ist aus sorgfältig behauenen gelblich-grünlichen Sandsteinblöcken gebaut; Inschrift und Baumaterial geben zwei konkrete Anhaltspunkte, auf die Sie beim Betrachten achten können.

Bora-Kirche ist auch als Pillar Church bekannt. Ihre Datierung ins 10. Jahrhundert beruht auf stilistischen Merkmalen. In der Konche befindet sich eine monumentale Komposition mit Cherubim und Christus auf einem Thron; die Fresken werden ins 11. bis 12. Jahrhundert datiert. Die mittelalterliche Dzegvi-Marienkirche folgt einem traditionellen georgischen Kreuzgrundriss. Von den kunstvollen Fassadenschnitzereien sind Spuren erhalten, im Inneren Reste von Fresken. Zusammen zeigen diese Beispiele, wie unterschiedlich sich die Kirchen durch Grundriss, Inschriften, Steinbearbeitung und Wandmalerei beschreiben lassen.

Besuch des Dreifaltigkeitsklosters

Das Dzegvi-Dreifaltigkeitskloster liegt auf einem bewaldeten Hügel oberhalb des Mtkvari-Tals. Es ist ein aktives Männerkloster mit einer kleinen spätfeudalen Hallenkirche. Ein Besuch kann einen kurzen Spaziergang um die Kirche einschließen; Besucherinnen und Besucher sollten sich dabei bescheiden kleiden. Die Zufahrt zum Kloster ist unbefestigt und steinig. Bei trockenem Wetter kann eine Limousine das Kloster erreichen, wenn langsam gefahren wird. Da sich die Zufahrtsbedingungen nach Wetterereignissen ändern können, empfiehlt es sich, sie vor dem Besuch zu prüfen.

Für die Auswahl Ihrer Unternehmungen ist der Unterschied zwischen See und Kloster praktisch: Am See prägen weitgehend flaches Gelände und Spaziergänge den Aufenthalt, während beim Kloster die steinige, unbefestigte Zufahrt zu berücksichtigen ist. So können Sie die Landschaft und die Sakralbauten nach den eigenen Interessen gewichten, ohne die jeweiligen Bedingungen aus dem Blick zu verlieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Tianeti, Saguramo, Stepanzminda, Kvesheti, Gudauri, Birkiani, Chargali, Juta.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mzcheta-Mtianeti.

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