Roshka ist Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Abudelauri-Seen; zu den Roshka Rocks führt von dort eine 1 Kilometer lange, zehnminütige Wanderung. Die Routen unterscheiden sich deutlich im Umfang: Für die Seen beginnen längere Wege, und zum weißen See kommt ein zusätzlicher Abschnitt über Felsen und Geröll hinzu.
Felsformationen und Abudelauri-Seen
Das Roshka Rocks Natural Monument besteht aus Findlingen, die ein Gletscher im Pleistozän transportiert hat. Im Pshav-Khevsureti-Nationalpark zählen die Roshka Rocks und der Tanie-See zu den bemerkenswerten Landschaften und Naturformationen. Der Park verbindet die Täler von Asa, Arghuni, Andakistskali, Pshavi und Aragvi. Auch die Pflanzenvielfalt prägt diesen größeren Naturraum: Hier gibt es 1.213 Pflanzenarten, darunter 259 endemische Arten.
Roshka ist der Startpunkt eines Wanderwegs zu den weißen, blauen und grünen Abudelauri-Seen, der Khevsureti mit Kazbegi verbindet. Ab Roshka endet die asphaltierte Straße; in Richtung der blauen und grünen Seen beginnt ein sieben Kilometer langer Weg. Die Abudelauri-Seen gelten als farbenfrohe Natursehenswürdigkeiten Georgiens. Der weiße See liegt auf über 2.800 Metern am Fuß des Chiukhi-Gletschers. Für ihn ist eine zusätzliche 1,5 Kilometer lange Wanderung über Felsen und Geröll erforderlich.
Als beste Besuchszeit für die Abudelauri-Seen gelten der Sommer, besonders Juni und Juli. Die Bedingungen im Gebirge können sich jedoch von Jahr zu Jahr unterscheiden. Die saisonale Empfehlung und der zusätzliche Weg zum weißen See sind daher wichtige Unterschiede bei der Planung der Wanderung.
Wege und Anfahrt planen
Der Gudani–Roshka-Weg ist schwierig; empfohlen wird er mit einem erfahrenen, zertifizierten Guide. Die Route erreicht den Tanie-Pass auf 3.040 Metern am Hauptkamm des Kaukasus. Von dort bietet sie Ausblicke auf das südliche Khevsureti und den Khevsureti-Aragwi-Fluss. Zum Weg gehört ein elf Kilometer langer unbefestigter Straßenabschnitt zwischen Gudani und Ukhankhadu, der mit einem Geländewagen zurückgelegt werden sollte.
Für den Besuch der Schutzgebiete von Pshav-Khevsureti ist ein Geländewagen erforderlich. Auf den markierten Wegen in den Schutzgebieten können Besucher zu Pferd, mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs sein. Die Route zu den Schutzgebieten verzweigt sich in die Routen Renaissance und Roshka–Arkhoti. Für Roshka Rocks und die Abudelauri-Seen sind unterschiedliche Wege beschrieben: Die kurze Wanderung zur Felsformation und der längere Weg zu den Seen sollten deshalb als getrennte Vorhaben betrachtet werden.
Übernachten und regionaler Charakter
Übernachtungen sind in Roshka und Barisakho möglich. In Roshka gibt es mehrere familiengeführte Gästehäuser; da sich die Verfügbarkeit ändern kann, empfiehlt es sich, die konkrete Übernachtungsmöglichkeit vor der Reise zu prüfen. Auch Camping kommt in Roshka infrage. Damit gibt es unterschiedliche Übernachtungsformen, ohne dass daraus bestimmte Ausstattungsmerkmale einzelner Unterkünfte folgen.
Zum weiteren Pshav-Khevsureti-Kontext gehören lokale Khevsur-Traditionen, Khevsur-Gastfreundschaft und eine besondere lokale Küche. Mit dem mittelalterlichen Kulturerbe dieser Region sind Shatili, Mutso, Ardoti und Khakhabo verbunden. Diese regionalen Bezüge ergänzen die Natur- und Wanderwege um einen kulturellen Blick auf Pshav-Khevsureti.
Weitere Reiseziele entdecken: Misaktsieli, Chinti, Gudauri, Juta, Tsodoreti, Kvesheti, Achmeta, Ganisi.
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