Am heutigen Standort von Kalývia Kleidoniás befanden sich früher Lagerräume und provisorische Hütten. Bewohner von Ano Kleidonia nutzten sie während landwirtschaftlicher Arbeiten; deshalb wurde die Siedlung auf alten Karten Kalývia genannt. So verweist die Kartenbezeichnung auf die frühere Nutzung des Standorts und auf den Arbeitsalltag der Bewohner.
Siedlungsgeschichte und frühere Nutzung
Auf dem Weg von Kleidonia nach Ano Kleidonia kommen Sie an der byzantinischen Kirche der Verklärung des Erlösers vorbei. Sie war früher die Hauptkirche des gleichnamigen Klosters. Die Karte und die Kirche geben zwei unterschiedliche Einblicke in die Vergangenheit: hier die landwirtschaftlich genutzten Lagerräume und Hütten, dort die frühere Klosterfunktion des Kirchengebäudes.
An der Nordseite von Kalývia Kleidoniás entspringt eine Quelle mit schwefelhaltigem Wasser. Zur römischen und byzantinischen Zeit sollen dort Thermalbäder betrieben worden sein.
Die Voidomatis-Schlucht
In der Umgebung von Klidonia liegt die Voidomatis-Schlucht, die an der Steinbrücke von Kleidonia beginnt und bis zum westlichen Ausgang der Vikos-Schlucht zwischen Papingo und Vikos reicht. Die Schlucht ist etwa 1,5 Kilometer von der Siedlung entfernt. In ihrer Landschaft wachsen uralte Platanen, Erlen und weitere Bäume. Für Kajak- und Raftingbegeisterte gilt sie seit Jahren als eines der beliebtesten Ziele.
Ein gut angelegter Weg führt zwei Stunden lang am Flussufer durch die Schlucht, vorbei an prähistorischen Felsdächern sowie der Kapelle Agioi Anargyroi.
Brücken, Wege und historische Orte
Die Kleidoniavista-Brücke, auch Voidomatis-Brücke genannt, ist eine 1853 erbaute Einbogenbrücke am Ufer des Voidomatis. Sie liegt etwa zwei Kilometer von Kleidonia entfernt. An der Brücke beginnt ein Weg, der die Schlucht durchquert.
Auch die Felsdächer lassen sich nach ihrer Lage unterscheiden: Das Felsdach von Boila befindet sich nahe der Steinbrücke von Kleidonia; zwei weitere liegen im Inneren der Schlucht nahe ihrem Hauptweg. Kleidi gilt als das bedeutendste der drei. So stehen die Felsdächer nicht alle am selben Abschnitt der Schlucht.
Das Kloster Agioi Anargyroi wurde 1658 erbaut und liegt nahe dem Hauptweg durch die Schlucht. Von der Klosteranlage ist nur noch die von Ruinen umgebene Hauptkirche erhalten; sie besitzt eine kunstvoll gearbeitete Ikonostase und Fresken und ist als historisch erhaltenes Denkmal eingestuft. Von der Kleidoniavista-Brücke beträgt die angegebene Gehzeit zum Kloster etwa eine Stunde und 30 Minuten. Diese Zeit bezieht sich auf den Fußweg zum Kloster; die zweistündige Angabe meint den Weg am Flussufer durch die Schlucht.
Traditionen im Jahreslauf
Am 6. August, dem Fest der Verklärung des Erlösers, veranstalten der Kulturverein und die Bruderschaft von Kleidonia ein traditionelles Panigyri im Ortszentrum. Am Festtag der Heiligen Kosmas und Damianos, dem 1. Juli, findet ein Gottesdienst statt; anschließend wird am Ufer des Voidomatis unter jahrhundertealten Platanen traditionell gefeiert. Die Anlässe unterscheiden sich auch durch ihren Ort: Das Panigyri gehört zum Ortszentrum, die Feier am 1. Juli ans Flussufer. Wenn Sie Ihre Reise gezielt danach planen, prüfen Sie vorab das Programm für das jeweilige Jahr.
Weitere Reiseziele entdecken: Ano Pedina, Ioannina, Tiria, Elafotopos, Drosopigi, Negades, Kastania, Doliana.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ioannina.