Dráma verbindet archäologische Zeugnisse, Kirchenkunst und den Park Agia Varvara. Für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt reicht die Zeitspanne der Themen von jungsteinzeitlichen Siedlungen bis zu erhaltenen Kirchen und einem historischen Wohnhaus. Wer auch die Landschaft der Stadt einbeziehen möchte, findet im Park Platanen, kleine Seen und hölzerne Brücken.
Archäologie von der Vorgeschichte bis zur Antike
Das Archäologische Museum von Dráma führt in drei Haupträumen durch die Zeit. Die Spannweite reicht von Funden zu nomadischen Jägern der mittelpaläolithischen Zeit in der Höhle von Piges Aggiti bis zum Leben in den neolithischen Dauersiedlungen von Dráma und Sitagroi, aus der Zeit von 5500 bis 3000 v. Chr. Eine Rekonstruktion eines neolithischen Wohnhauses mit Hausrat veranschaulicht den Alltag und die Tätigkeiten der Menschen dieser Zeit. Auch Dionysos ist vertreten: Das Museum zeigt eine kunstvoll gestaltete Büste und weitere Darstellungen des Gottes.
Ein Fund aus dem Zentrum Drámas führt in die Antike: Bei Ausgrabungen wurde dort ein Grab vom „makedonischen“ Typ freigelegt. Es gilt als Zeugnis für die Rolle der antiken Siedlung im Königreich Makedonien und für die Präsenz mächtiger Familien oder lokaler Herrscher. Zusammen mit den Museumsinhalten eröffnet das Grab einen weiteren Blick auf die Geschichte der Stadt: von frühen Siedlungen bis zu ihrer Rolle in einem Königreich.
Kirchen und sakrale Kunst
Hagia Sophia gilt als das älteste erhaltene Gebäude Drámas und wird dem 10. Jahrhundert zugeordnet. Die Kirche der Erzengel Michael und Gabriel stammt aus dem 14. Jahrhundert; an ihren südlichen und östlichen Innenwänden befinden sich Fresken mit Szenen aus der Passion Christi. Beim Vergleich der beiden Kirchen treten unterschiedliche Blickwinkel hervor: Bei Hagia Sophia steht ihr Rang als ältestes erhaltenes Gebäude im Vordergrund, bei der Erzengelkirche ergänzen die Fresken die Baugeschichte um ein konkretes Bildthema.
Das Museum für kirchliche Kunst ergänzt diesen Blick auf Kirchen durch Objekte sakraler Kunst. Es zeigt Ikonen der Volkskunst, geschnitzte Kirchentüren und Teile kirchlicher Ikonostasen. Hinzu kommen liturgische Gewänder von Metropoliten aus Dráma, Grevena, Nevrokopi und Zichna, darunter die Gewänder des Märtyrer-Metropoliten Chrysostomos von Smyrna. Die genannten Herkunftsorte erweitern den thematischen Radius über Dráma hinaus; zugleich bleiben konkrete Kunst- und Ausstattungsstücke im Mittelpunkt.
Marmarino Spiti und Agia Varvara
Das historische, denkmalgeschützte Marmarino Spiti („Marmornes Haus“) liegt im Park Agia Varvara. Es wurde 1875 erbaut und war das Wohnhaus des Tabakhändlers Ioannis Anastasiadis; es beherbergt Fotografien aus Dráma. Direkt angrenzend wurde ein ehemaliges Tabaklager zu einem Ausstellungssaal umgestaltet, in dem ebenfalls Fotografien aus Dráma gezeigt werden. Wohnhaus und früheres Lager geben diesem Teil der Stadtgeschichte einen konkreten baulichen Bezug.
Agia Varvara setzt einen landschaftlichen Akzent: Platanen, kleine Seen und hölzerne Brücken prägen den Park. Für die inhaltliche Auswahl eines Aufenthalts ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Archäologie spannt einen langen zeitlichen Bogen, Kirchen und sakrale Sammlungen rücken Bauwerke und Kunst in den Mittelpunkt, während der Park eine landschaftliche Seite Drámas zeigt. Welche Gewichtung für Sie passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem Siedlungsgeschichte, religiöse Kunst oder Parklandschaft einbeziehen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Dhoxato, Ftelia, Kato Nevrokopi, Granitis, Kalampaki, Lefkogeia, Paranesti, Milopótamos.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Drama.