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In Xilagani bekommt die Geschichte eines Arbeitsortes im Folkloremuseum ein konkretes Gegenüber: Die Sammlung des Folkloremuseums Xylagani ist in einem Gebäude untergebracht, das als Getreidemühle diente. Drei Paare Mühlsteine stehen in der Ausstellung an ihren ursprünglichen Arbeitspositionen. Gebäude und Exponate gehören damit zu demselben Thema, werden aber aus zwei Blickwinkeln sichtbar – als Ort früherer Arbeit und als ausgestellte Gegenstände. Das gibt einem kulturorientierten Aufenthalt in Xilagani einen klaren Ausgangspunkt.

Ein Gebäude mit Mühlengeschichte

Das Gebäude wurde 1936 errichtet und diente bis Anfang der 1970er-Jahre als Getreidemühle der Familien G. Ouzounopoulos und S. O. Atzemian. Anschließend wurde der Betrieb nach Alexandroupoli verlegt. Baujahr, die Namen der Familien und die Verlagerung geben der früheren Nutzung konkrete historische Eckpunkte. Für die Einordnung des Museums ist das mehr als eine Jahreszahl: Die Sammlung befindet sich in einem Haus, dessen eigene Geschichte von Mühlenarbeit geprägt ist. So verbindet sich der Ort der Sammlung mit einem bestimmten Kapitel der Arbeitsgeschichte Xylaganis.

Mühlsteine an ihren ursprünglichen Arbeitspositionen

Die Ausstellung zeigt drei Paare von Mühlsteinen an ihren ursprünglichen Arbeitspositionen. Gerade die Positionen machen das Detail aussagekräftig: Sie begegnen den Steinen nicht nur als einzelnen Gegenständen, sondern können sie in Beziehung zur früheren Funktion des Gebäudes setzen. Das lenkt den Blick darauf, wie konkrete Arbeitsmittel zu einer Getreidemühle gehören. Wenn Sie technische Geschichte lieber über Gegenstände als über abstrakte Daten erschließen, bietet diese Präsentation einen klar begrenzten Schwerpunkt.

Ein Bildungsprogramm für Schulgruppen

Das 60-minütige Bildungsprogramm „ΙΣΝΑΦΙΑ“ richtet sich an Schulgruppen der fünften und sechsten Grundschulklasse und findet im Ausstellungsbereich des Museums statt. Es macht Schülerinnen und Schüler mit den Berufen und Berufstätigen Xylaganis vertraut. Dazu werden im Museum ausgestellte Gegenstände in nachgebildeten Arbeitsumgebungen gezeigt. So geht es hier nicht allein um einzelne Gegenstände, sondern um deren Einordnung in Berufe und Tätigkeiten. Die nachgebildeten Umgebungen setzen die Dinge in ihren Arbeitszusammenhang; das unterscheidet diesen Zugang von der Betrachtung der Mühlsteine an ihrem ursprünglichen Platz. Im Vergleich zu den drei Paaren von Mühlsteinen verschiebt sich der Blick von einer bestimmten Anlage zu den Berufen und Berufstätigen Xylaganis. Für eine Schulgruppe ist die Dauer von einer Stunde ein konkreter Baustein der Planung. Wenn Sie eine Teilnahme vorsehen, stimmen Sie Termin und Verfügbarkeit vorab mit dem Museum ab.

Das Museumscafé

Das Museumscafé wurde am 31. Mai 1996 erstmals für ältere Besucher aus Xilagani geöffnet. Es gilt als Treffpunkt der örtlichen Gemeinschaft und als Ort der Verkostung für Museumsbesucher. Das fügt der Mühlengeschichte eine andere Perspektive hinzu: Hier geht es um gemeinschaftliches Zusammenkommen und Verkostung. Wenn Sie das Café in Ihren Besuch einbeziehen möchten, erkundigen Sie sich vorab nach dem aktuellen Betrieb.

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