Argolis eröffnet verschiedene Zugänge zu seiner Vergangenheit: In Mykene und Tiryns stehen massive Befestigungen im Mittelpunkt, während die Franchthi-Höhle Spuren menschlicher Aktivität aus einer sehr viel früheren Zeit bewahrt. Hinzu kommen Theater mit antiken Aufführungen und ein Strand mit flachem Wasser. So finden Sie in der Region unterschiedliche Themen für eine Reise – von archäologischer Architektur bis zu Küstenlandschaft.
Mykene, Tiryns und Midea
Die Zitadelle von Mykene bewahrt massive Verteidigungsmauern, Kragkuppelgräber und das Löwentor. Diese Bauformen geben unterschiedliche Einblicke in die Anlage: Wehrmauern und Gräber gehören ebenso zu ihrem Bild wie das markante Tor.
Tiryns ergänzt diesen Blick mit einer mykenischen Befestigung, die eine Zitadelle mit einem Umfang von ungefähr 750 Metern einschließt. Die Mauern sind bis zu 8 Meter dick und 13 Meter hoch. Damit stehen zwei Maßstäbe nebeneinander: der ungefähre Umfang der Zitadelle und die Höchstmaße ihrer Mauern.
Die Akropolis von Midea war zusammen mit Mykene und Tiryns eines der drei wichtigsten mykenischen Zentren in Argolis. Sie liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Mykene und Tiryns. Midea bietet damit einen eigenen Bezugspunkt, wenn Sie diese drei Zentren als zusammenhängenden historischen Schwerpunkt betrachten möchten.
Zum Areal von Mykene und Tiryns gehört ein ausgedehntes Netz von Besucherwegen, Stationen und Informationsmaterial. Ebenfalls Teil des Areals ist ein archäologisches Museum, dessen Sammlung die mykenische Epoche besonders hervorhebt. So ergänzen Orientierung vor Ort und die museale Sammlung den Blick auf die Befestigungsanlagen.
Weitere archäologische Zeitschichten
Die mykenische Brücke von Kazarma stammt aus der Zeit um 1300 v. Chr. und war Teil eines organisierten Straßennetzes, das Mykene und Tiryns mit Epidaurus verband. Sie wird weiterhin von der örtlichen Bevölkerung genutzt. An der Brücke kommen so ihre historische Funktion im Straßennetz und ihre fortdauernde lokale Nutzung zusammen.
Die Franchthi-Höhle im Südosten von Argolis führt noch weiter zurück: Dort gibt es Spuren menschlicher Aktivität aus der Zeit um 28.000 v. Chr. Für den Zugang verlassen Sie das Auto und gehen etwa zehn Minuten auf einem unbefestigten Weg. Im Vergleich zu Mauern, Toren und Brücken liegt das Interesse hier auf sehr frühen Spuren menschlicher Anwesenheit.
Epidaurus: Landschaft, Architektur und Aufführungen
Das Heiligtum des Asklepios von Epidaurus umfasst antike Monumente auf zwei Terrassen, die von erhaltener Naturlandschaft umgeben sind. Das Theater ist für seine vollendeten architektonischen Proportionen und seine beispielhafte Akustik bekannt. Es wird weiterhin für Aufführungen antiker Dramen genutzt; seit 1955 findet dort jährlich ein Festival statt. Wenn eine Aufführung für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungstermine.
Argos und Nafplio
In Argos war die Agora das Zentrum des öffentlichen Lebens im Altertum. Das antike Theater bietet ungefähr 20.000 Sitzplätze und zählt zu den größten antiken Theatern Griechenlands. Gelegentlich finden dort verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt. Die Agora verweist auf die frühere Funktion als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens; im Theater wird der Maßstab mit seinen zahlreichen Sitzplätzen greifbar.
In Nafplio steht mit dem Fort Palamidi das bedeutendste Bauwerk der zweiten venezianischen Besatzungszeit der Stadt. Bourtzi ist eine Inselfestung im Hafen von Nafplio. Eine andere Perspektive bietet die Arvanitia-Route: Sie verbindet den Strand von Arvanitia mit dem Strand von Karathona.
Der Strand von Tolo
Am Strand von Tolo wechseln Sie von archäologischen Anlagen und Stadtkultur zu einer Küstenlandschaft. Der Strand hat feinen Sand, einen sandigen Meeresboden und flaches Wasser; er gilt als für Kinder und Familien geeignet. Wenn Sie ein Hotel in Argolis suchen, können Sie Ihre Reiseinteressen zuerst gewichten: archäologische Architektur und Theater oder feinen Sand und flaches Wasser am Strand von Tolo.
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