Wandern zwischen Ortsrunde und Fernweg
Ein Rundweg durch Willoughby On The Wolds und der Notts Wolds Way stehen für zwei sehr unterschiedliche Wanderdistanzen. Der Rundweg durch den Ort ist 1,8 Meilen (2,8 km) lang. Der Notts Wolds Way ist ein 26 Meilen langer Fernwanderweg von Bunny nach Cropwell Butler; seine erste Etappe führt von Bunny nach Willoughby On The Wolds. Die Etappenangabe bezeichnet den Abschnitt bis zum Ort, die 26 Meilen dagegen die Gesamtlänge des Fernwegs. Damit lassen sich eine Ortsrunde und ein Fernwanderweg als unterschiedliche Größen für die Planung betrachten. Der Notts Wolds Way ist durchgehend mit einem charakteristischen schwarzen Pfeil auf weißem Grund markiert. Für den Rundweg empfiehlt die Gemeinde geeignetes Schuhwerk und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Umgerechnet entspricht die Gesamtlänge des Fernwegs ungefähr 42 Kilometern.
Auch das Millennium Wood gehört zu den benannten Naturbezügen des Ortes. Es ist Teil des Woodland-Trust-Programms „Woods On Your Doorstep“ und wird auch Willoughby Wood genannt. Beide Namen bezeichnen denselben Wald. So lässt sich der Naturbezug mit einem konkreten Ort und einem klar benannten Projekt verbinden.
Kirchen und historische Spuren
Die Church of St Mary and All Saints ist eine denkmalgeschützte Pfarrkirche der Grade I. Ihre Bausubstanz stammt aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert und reicht damit über mehrere Jahrhunderte. Die Chantry Chapel von St Mary & All Saints enthält national bedeutende Alabastergräber. Eine Messingplatte im Kirchenboden markiert das Grab von Michael Stanhope, der im Alter von 24 Jahren auf Willoughby Field getötet wurde. Die Bausubstanz und die Grabmarkierung setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es einmal um die längere Baugeschichte, einmal um das Gedenken an eine bestimmte Person.
Bei Broughton Lodge wird eine Siedlung mit Vernemetum identifiziert, das im Antoninus-Itinerar erwähnt ist. Ein weiterer archäologischer Bezug ist der angelsächsische Friedhof bei Broughton Lodge, der als Scheduled Monument ausgewiesen ist. Er umfasste etwa 90 Körperbestattungen; die Funde werden auf das späte 6. oder frühe 7. Jahrhundert datiert. Die Ortsgeschichte verweist damit auf unterschiedliche Epochen: Die Siedlung steht in Verbindung mit der römischen Identifizierung, die Bestattungen gehören in die spätere angelsächsische Zeit.
Ein weiterer zeitlich genau verorteter Bezug ist das Gefecht vom 5. Juli 1648. Es fand auf einem Feld nordwestlich der Kirche in Willoughby On The Wolds statt und war das letzte größere Gefecht des Englischen Bürgerkriegs in Nottinghamshire. Das genaue Datum und die Lage unterscheiden diesen historischen Bezug von den archäologischen Zeiträumen und der über mehrere Jahrhunderte reichenden Bausubstanz der Kirche.
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