Die Baugeschichte von Guyzance lässt sich an sehr unterschiedlichen Beispielen entfalten: am als Grade II gelisteten Landhaus Guyzance Hall, am früheren Mühlengebäude The Dye House und an Guyzance Bridge über den River Coquet. Hinzu kommen mittelalterliche und dörfliche Spuren sowie ein Spaziergang auf dem St Oswald’s Way. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen Baugeschichte und einer Aktivität zu Fuß wählen.
Herrenhaus, Mühle und Brücke
Guyzance Hall ist ein als Grade II gelistetes Landhaus. 1894 wurde es im Auftrag von J. D. Milburn umfangreich von W. H. Knowles erweitert. Spätere Bauteile aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sind im neugotischen Tudor-Stil gestaltet. Die Abfolge unterscheidet ein konkretes Erweiterungsjahr von einer späteren, stilistisch beschriebenen Bauphase. Wer sich für Architektur interessiert, kann so eine konkrete Bauphase mit einer breiter datierten Stilentwicklung vergleichen.
The Dye House ist ein als Grade II gelistetes Mühlengebäude aus dem Jahr 1775. John Reed wandelte das Gebäude 1791 in eine Wollmühle um; bis 1884 blieb es als solche in Betrieb. Das Gebäude wurde in Wohnungen umgewandelt. Die Jahreszahlen markieren verschiedene Stationen: Baujahr, Wechsel der Nutzung und Ende des Wollmühlenbetriebs. Anders als bei Guyzance Hall stehen hier nicht spätere Erweiterungen, sondern der Wandel der Nutzung im Vordergrund.
Eine Gilks-Wasserturbine im Mühlgraben versorgte The Dye House mit Wasserkraft. Dadurch gehörte die Mühle zu den ersten Geschäftsbetrieben des Landes, die auf diese Weise beleuchtet wurden. Mit der Turbine kommt neben der Wollproduktion auch die Energieversorgung in den Blick.
Guyzance Bridge überspannt den River Coquet und ist ebenfalls als Grade II gelistet. Ihre drei Segmentbögen sowie die gekielten Flussbrecher mit kuppelförmigen Aufsätzen beschreiben die bauliche Form genauer. Im Vergleich zu Landhaus und Mühlengebäude liegt der Blick hier auf den Brückenelementen; die Einstufung als Grade II verbindet alle drei Bauwerke.
Mittelalterliche und dörfliche Spuren
Die Old School in Guyzance Village wurde 1852 umgestaltet. Wahrscheinlich war das Gebäude ursprünglich ein Cottage; heute dient es als Dorfgemeinschaftsraum.
Ein Prämonstratenserinnenkloster in Gysnes, das mit Guyzance identifiziert wird, wurde im frühen 12. Jahrhundert von Richard Tison gegründet. Das Langhaus der Kirchen- oder Kapellenruine bei Guyzance stammt aus dem späten 11. oder 12. Jahrhundert. Welche historische Kirche oder Kapelle die Ruine repräsentiert, ist schwer zu bestimmen.
Spaziergang und Übernachtung planen
Eine Wegbeschreibung aus dem Jahr 2023 beschreibt einen Spaziergang auf dem St Oswald’s Way, der auf dem Rückweg nach Warkworth eng am River Coquet entlangführt. Der Weg führt zu einem beeindruckenden Wasserfall bei Guyzance und zu einem Denkmal. Die Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Routenführung.
Rund um Acklington und Guyzance trägt eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe zur Instandhaltung des Wegenetzes bei. Der Walkmill Camping & Caravan Site liegt in Guyzance am River Coquet.
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