In Chinnor führen mehrere Wege durch unterschiedliche Landschaften; zugleich erzählen Kirchen, Mühlen und archäologische Zeugnisse von der Geschichte des Ortes. Für Ihre Planung lohnt sich der Blick auf die Unterschiede: Im Chinnor Hill Nature Reserve gibt es einen eine Meile langen Rundweg, der Chilterns Country Chinnor Circular Walk bietet kurze und lange Routen, und der Chinnor, Sydenham & Crowell walk führt an St Andrew’s vorbei.
Wege durch Kreidegrasland und Wald
Der Rundweg im Chinnor Hill Nature Reserve ist durch Dachs-Wegweiser markiert. Im Kreidegrasland des Reservats wachsen mehrere Orchideenarten; dort kommt auch der landesweit seltene Chiltern gentian vor. Das Gebiet ist als Site of Special Scientific Interest ausgewiesen. Die Arten und die Schutzgebietsausweisung geben dem Naturraum ein eigenes Profil, während der Rundweg eine konkrete Wahl für die Wegplanung bietet.
Der Chilterns Country Chinnor Circular Walk beginnt im Zentrum von Chinnor. Seine kurzen und langen Routen führen zu blütenreichen Kreidegruben und Hohlwegen sowie durch Buchenwald. So lässt sich zwischen den angebotenen Routenvarianten wählen, ohne die Landschaftselemente aus dem Blick zu verlieren. Wer eine mit einer Meile angegebene Runde sucht, kann diese mit dem Rundweg im Nature Reserve vergleichen: Dort gehören die Dachs-Wegweiser zu den Merkmalen der Route.
Eine weitere Möglichkeit ist der Chinnor, Sydenham & Crowell walk, der an der Church of St Andrew in Chinnor vorbeiführt. Wenn die Kirche bei der Wahl eines Weges eine Rolle spielt, ist dieser Routenverlauf ein hilfreicher Unterschied zu den beiden Wegen am Kreidehang.
Kirche, Mühle und Kalkofen
Die Church of St Andrew vereint Bauteile aus mehreren mittelalterlichen Bauphasen. Das Langhaus stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert; Seitenschiffe und Turm kamen im späten 13. Jahrhundert hinzu. Der Chor entstand im frühen 14. Jahrhundert. In der Kirche ist außerdem eine hölzerne Chorschranke aus dem 14. Jahrhundert erhalten, geschmückt mit Vierpassmaßwerk. Wer sich für Architektur interessiert, kann an diesen Bauteilen sowohl die zeitliche Abfolge als auch ein besonderes Detail der Ausstattung in den Blick nehmen.
Zur Industriegeschichte Chinnors gehören zwei markante Bauwerke. Die Beehive Lime Kiln ist ein 1908 errichteter Flammofen und als Grade II gelistet; sie ist das letzte erhaltene von fünf ähnlichen Kalkbrennöfen. Die Chinnor Windmill ist eine historische Getreidemühle, die ursprünglich 1789 erbaut wurde. Bei einem Besuch der Windmill können Sie das Innere besichtigen und bis zur Spitze hinaufsteigen. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungsinformationen.
Archäologische Spuren auf Chinnor Hill
Auf Chinnor Hill befinden sich drei als Scheduled Monument eingestufte Grabhügel. Nach ihrer teilweisen Ausgrabung liefern sie archäologische Hinweise auf ihre Errichtung und die Landschaft, in der sie angelegt wurden. Die Befunde geben außerdem Einblick in ihre spätere Nutzung und Bedeutung in angelsächsischer Zeit. Damit ergänzen die Grabhügel die mittelalterlichen und industriellen Zeugnisse um eine andere historische Perspektive.
Anreise planen
Am Eingang des Bahnhofs Chinnor an der Kiln Avenue befindet sich ein Fahrradständer. Seit der öffentlichen Eröffnung am 5. Juli verkehren alle öffentlichen Züge über die Independent Line; richten Sie Ihre konkrete Fahrt nach dem Fahrplan der Bahn. Diese Angaben helfen bei der Planung der Ankunft, während die Wege und historischen Orte die Auswahl der Unternehmungen vor Ort prägen.
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