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Duns Tew verbindet mehrere Zeitschichten der Baugeschichte mit einer renaturierten Landschaft im ehemaligen Sandsteinbruch. Die Themen lassen sich gut unterscheiden: sakrale und herrschaftliche Bauformen auf der einen, Geologie und die wiederhergestellte Landschaft auf der anderen Seite. So können Sie bei Ihrer Reiseplanung abwägen, ob Sie sich eher für historische Architektur oder für die Landschaft des früheren Steinbruchs interessieren.

Kirche und Baugeschichte

Die Kirche St Mary Magdalene bewahrt ihr wieder eingesetztes Südportal, das Taufbecken und einige spätmittelalterliche Baumerkmale. Hier stehen sakrale Ausstattung und ältere Bauteile im Mittelpunkt – ein anderer Schwerpunkt als die herrschaftliche Architektur der Anwesen in Duns Tew.

Das Herrenhaus Duns Tew stammt aus der Zeit um 1710 und wurde wahrscheinlich für Robert Dashwood errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde es verändert und erweitert. Der Hauptbau ist symmetrisch und besitzt fünf Fensterachsen. Rustizierte Eckquader, ein Geschossgesims und ein profiliertes hölzernes Kranzgesims ergänzen die Fassadengliederung. Die fünf Achsen ordnen die Fenster regelmäßig; die Gesimse betonen horizontale Linien, während die Eckquader die Gebäudekanten hervorheben. Zum Herrenhaus gehören außerdem angebaute Wirtschaftsflügel und eine achteckige Ziegelmolkerei.

Das Home Farmhouse ergänzt dieses Bild um weitere historische Details. Es ist ein ehemaliges Herrenhaus und war früher das Herrenhaus der Familie Raves. Ein Datierungsstein nennt 1694 oder 1624; Teile der Bausubstanz stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Zwischen den Fenstern des ersten Obergeschosses befindet sich ein Taubenschlag mit drei Reihen. Die alternative Lesart des Datierungssteins und die Angabe zur Bausubstanz sollten dabei als unterschiedliche Hinweise auf die Baugeschichte verstanden werden.

Die Landschaft von Duns Tew West

Im ehemaligen Sandsteinbruch in Duns Tew West entstand bei der Renaturierung ein Mosaik aus trockener saurer und kalkreicher Graslandschaft, offenem Boden und einem Teich, der zeitweise Wasser führt. Die Landschaft verbindet damit unterschiedliche Boden- und Vegetationstypen, statt nur eine einheitliche Grasfläche zu bilden. Hinzu kommt eine 365 Meter lange Sandwand, die als geologische SSSI ausgewiesen ist. Das Gebiet bietet so einen anderen thematischen Schwerpunkt als die Kirchen- und Hausarchitektur: Hier stehen die geologische Formation und die verschiedenen Elemente der renaturierten Landschaft im Vordergrund.

Spaziergänge und Routenwahl

Zwei Routenbeschreibungen beruhen auf Spaziergängen, die im Oktober 2017 aufgezeichnet wurden. Für den kürzeren Spaziergang nennt die Beschreibung das White Horse in Duns Tew als Startpunkt und führt durch ein Flusstal. Der längere Duns Tew and Middle Barton Walk kann ebenfalls am White Horse beginnen. So unterscheiden sich die beiden Angaben durch den ausdrücklich genannten Flusstalverlauf der kürzeren Route und den Namen der längeren Route. Wenn Sie eine dieser Routen für Ihre Planung heranziehen, prüfen Sie die Wegangaben vor dem Losgehen anhand aktueller Informationen.

Die Bauzeugnisse und die Landschaft des früheren Steinbruchs setzen unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt in Duns Tew. Wer sich vor allem für Architektur interessiert, findet konkrete Details an Kirche, Herrenhaus und Home Farmhouse; wer Geologie und renaturierte Landschaft vorzieht, kann sich an der Sandwand und dem Landschaftsmosaik orientieren. Die beiden Spaziergänge ergänzen diese Themen um eine Routenwahl mit einem genannten Ausgangspunkt und, beim kürzeren Weg, einem Flusstal als beschriebenem Merkmal.

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