Das 1937 errichtete Ortsschild ist ein anschaulicher Einstieg in Kirdfords Ortsgeschichte: Seine Materialien und Symbole verweisen auf Landschaft, Handwerk und frühere Gewerbe. Hinzu kommen die Pfarrkirche St John the Baptist, Brownings moated site und eine leichte, vier Kilometer lange Landschaftsroute. So können Sie für einen Aufenthalt zwischen Baugeschichte, lokalem Erbe und Zeit im Freien wählen.
Ein Ortsschild voller Ortsgeschichte
Das Schild steht auf Platten aus lokal abgebautem Winklestone. Sein Sockel besteht aus ironischem Sandstein aus Bedham und trägt eine Bronzetafel zur Geschichte des Ortes. Eine Eiche symbolisiert die Wealden-Forstwirtschaft. Der durchbrochen gearbeitete Schriftzug „Kirdford“ aus Eisen wurde in Horsham gefertigt. Zusammen mit einer mit Glas gefüllten Raute verweist das Eisen auf die Glas- und Eisenindustrien, die in der Gemeinde blühten. Die Gestaltung verbindet damit mehrere konkrete Hinweise: verwendete Materialien, ihre Herkunft und Symbole für frühere Erwerbszweige.
Kirche und mittelalterliche Wasseranlage
An der Pfarrkirche St John the Baptist lässt sich die Baugeschichte einzelnen Bauteilen zuordnen: Das Langhaus stammt aus dem 12. Jahrhundert, das nördliche Seitenschiff aus dem 13., der Chor aus dem 14., der Westturm aus dem 15. und die Westvorhalle aus dem 19. Jahrhundert. Die Abfolge reicht somit vom Mittelalter bis zu einer deutlich späteren Ergänzung; ein einziges Baujahr würde diese unterschiedlichen Phasen nicht wiedergeben.
Brownings moated site ist eine mittelalterliche befestigte Wasseranlage. Zu ihren Elementen gehören ein Graben, eine Insel, innere und äußere Böschungen sowie ein Teil eines Zulaufkanals. Im nordwestlichen Low Weald von West Sussex ist sie eine von nur zwei mittelalterlichen Wasseranlagen. Diese regionale Seltenheit ergänzt den Blick auf die einzelnen baulichen Bestandteile um die Bedeutung der Anlage im größeren Zusammenhang.
Eine Route durch die Landschaft
Die 2011 beschriebene leichte Route beginnt im Dorf Kirdford und ist 4 km (2,5 Meilen) lang. Sie verläuft überwiegend auf flachem Gelände und steigt allmählich nach Nordwesten an. Einige Viehgatter gehören zum Weg; Abschnitte auf dem nördlichen Reitweg können schlammig sein. Prüfen Sie vor dem Gehen die Wegverhältnisse und den Zugang.
Laut der Routenbeschreibung führt der Weg über einen öffentlichen Fußweg durch Great Common und über eine markierte, freigegebene Rundstrecke, die als „conservation walk“ bezeichnet wird und um den privaten Whithurst Park verläuft. Auf dem Rückweg führt die Route erneut durch den Wald von Great Common. Unterwegs passiert sie einen See und bietet Ausblicke auf farbenfrohe Wildblumenwiesen. Die alten Allmenden rund um Kirdford bilden einen weiteren Landschaftsbezug: Einstige Weideflächen sind heute von regeneriertem Wald bedeckt.
Lokale Küche und Obstbaugeschichte
Das Foresters Arms bietet traditionelle hausgemachte Küche an. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Speisekarte. Auch die Geschichte des Obstbaus gehört zum lokalen Bild: 1928 gründeten sechs Obstbauern Kirdford Growers Ltd. mit dem Handelsnamen „Kirdap“. Die Genossenschaft wurde 2000 geschlossen. Damit stehen eine historische Seite der örtlichen Lebensmittelproduktion und das heutige Pub-Angebot als unterschiedliche Aspekte nebeneinander.
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